So hat die Stadt im Nachpflanzungszeitraum 2025/26 insgesamt 353 neue Bäume in der Kernstadt und den Ortsteilen gepflanzt. Gefällt wurden im selben Zeitraum 403 Bäume. Eine Zahl, die sich aus drei sehr unterschiedlichen Kategorien zusammensetzt, wie Reinhard im Ausschuss erläuterte: 43 sogenannte Wildwüchse — also Bäume, die nicht gepflanzt wurden, sondern unkontrolliert wuchsen — sowie 196 Bäume in flächigen Beständen, die im Zuge von Bestandspflege entnommen wurden. Die Einzelbaumfällungen lagen hingegen bei 164. Rechnet man die Pflanzungen gegen die Einzelbaumfällungen von Bäumen ab 80 Zentimeter Stammumfang im Jahr 2025 gegeneinander auf, ergibt sich ein Plus von 244 neuen Stadtbäumen. Zum Vergleich: 2024 lag dieses Plus bei 48.
In der Verwaltungsvorlage wird der Rückgang bei den Fällungen in den vergangenen Jahren auf die inzwischen intensivere Pflege zurückgeführt. In der offiziellen Bilanz, die Einzelbaumfällungen gegen Nachpflanzungen rechnet, ergibt sich seit 2024 ein Plus von 292 Bäumen. Im Baumkataster sind aktuell knapp 21.000 Bäume erfasst. Diese Zahl wächst laut Bericht auch deshalb, weil die Stadt bereits vorhandene Bäume systematisch erfasst.
Teure Sturmschäden
Für Pflege und Pflanzungen gab die Stadt im Berichtsjahr rund 2,6 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind auch Sturmschadenkosten: So richtete das Sturmtief Floris im August 2025 erhebliche Schäden an, die Technischen Betriebe waren anderthalb Wochen mit der Beseitigung beschäftigt. Alleine Floris schlug mit 173.000 Euro zu Buche, die Sturmschäden lagen insgesamt bei rund 236.000 Euro. Zum Vergleich: 2024 waren es 95.000 Euro.
275 neue Bäume
Im kommenden Pflanzjahr will die Stadt nach aktuellem Stand 275 weitere Bäume setzen, unter anderem am Kulturforum sowie im Bereich Bürgerpark/Freizeitbad. An diesen Orten gebe es relativ viele ältere Bäume, welche durch die Nachpflanzungen ersetzt werden sollen, wie Wolfram Reinhard im Ausschuss erklärte. Auch auf die geplanten Baumpflanzungen am derzeit im Bau befindlichen Klimahain und am Stadtbuckel ging er ein. Weitere größere Baumpflanzprojekte werde es im künftigen Sportpark Süd geben (über 300) sowie im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2032 (über 800) und den Sanierungsgebieten Bahnhof/Schlachthof, Südstadt sowie in der Werderstraße. Weil die Technischen Betriebe mit ihren Personalkapazitäten an ihre Grenzen kommen, sollen externe Firmen künftig einfachere Pflanzungen übernehmen.
Lob und Anregungen
Die Fraktionen lobten überwiegend die Arbeit der Verwaltung. Diskutiert wurden unter anderem die Artenwahl, der Umgang mit Bäumen auf privaten Flächen und die Kosten.










