„Mit einem Jahr Vorlaufzeit zur Strategieentwicklung des Projekts „geSICHTet“ sind wir im Januar dieses Jahres gestartet“, informiert Franziska Kuen, Gründungsmitglied von Kalliope e. V. stellvertretend für ihre Mitstreiterinnen Lara Süß, Jasmin Walter und Hannah Monninger, alle aktiv im künstlerischen Bereich.
„Nicht gesehen werden“ kann Schutz bedeuten und „gesehen werden“ kann anerkennend sein. „Wir laden alle Frauen ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und diesen Fragen künstlerisch nachzugehen“, formulieren sie ihre Intention.
Die Geburtsstunde des Projekts: ein Kontakt mit dem AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg zum Projekt ELLEfriede, das wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen unterstützt.
Das Ziel: Kunst und Kultur mit politischen-gesellschaftlichen Themen zu verknüpfen. „Wir wollen diesen Frauen in einem geschützten Raum die Möglichkeit geben, ihnen im Bereich Kunst und Kultur Leichtigkeit, Kreativität und Freude zurückzugeben. Dazu stellte uns die VHS dankenswerterweise einen Raum kostenlos zur Verfügung“, freut sich Kuen.
Selbstwertgefühl
„Hier erleben die von Gewalt, Armut und Wohnungslosigkeit betroffenen oder bedrohten Frauen, dass es Zeit und Raum gibt, in dem es um ihre Ideen, Gedanken und Kompetenzen geht, jenseits von von defizitären Beschreibungen können sie schaffend tätig sein.“, erklärt Lara Süß. Die Frauen entdecken ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken und können wieder ein Selbstwertgefühl entwickeln, ergänzen die beiden Projektleiterinnen.
Im Rahmen von drei Workshops im März, Mai und Juni dieses Jahres sind unter anderem Masken gestaltet worden. „Die Idee kam von einer betroffenen Frau, die meinte, sie brauche eine Maske“, erinnert sich Kuen. So entstanden Kunstwerke mit individuellen, biografischen Anteilen. Gleichzeitig entwickelten sich Fragen: „Was verändert sich, wenn ich die Maske trage?“ und „Was löst das in mir aus?“
"Wir haben durch das Projekt "geSICHTet" dank der verschiedenen Formate von Workshops in der ELLEfriede und Volkshochschule über einen Workshop in der Info-Tanke bis zu einem kreativen Impuls im Rahmen von "Miteinander heimisch werden – ein Abend für Frauen aller Nationen" im Institut für deutsche Sprache bisher zirka 80 Frauen aus den unterschiedlichsten Hintergründen erreicht," freuen sich die vier Projektleiterinnen.
Finanziert wird das Projekt aus Fördergeldern und Spenden folgender Institutionen: Bürgerstiftung St. Andreas, Gleichstellungstelle der Stadt Offenburg, Mikroprojektförderung der Stadt Offenburg im Rahmen des Sanierungsgebietes Bahnhof-Schlachthof, Initiativen der Aktionswoche „Armut bedroht alle“, namentlich die Volksbank eG Gestalterbank.
Dank an Unterstützende
Ein großer Dank gebührt neben den finanziellen Unterstützenden auch den Kooperationspartner*innen: Info-Tanke im Sanierungsgebiet Bahnhof Schlachthof, Volkshochschule Offenburg, Gleichstellungsstelle der Stadt Offenburg, Initiativen der Aktionswoche „Armut bedroht alle“ 2026, ELLEfriede – Anlauf- und Beratungsstelle für wohnungslose Frauen im AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e. V., Integrationsmanagement und Integrationsbüro der Stadt Offenburg sowie Förderverein Pflasterstube Ortenau e.V.











