Mit der Agenda 2030 habe der Kreis 2018 die Weichen gestellt, so Erny. Die Krankenhauslandschaft verändere sich tiefgreifend, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien schwierig. Der Ortenaukreis als Träger des Ortenau Klinikums habe frühzeitig begonnen, die Strukturen weiterzuentwickeln mit dem Ziel, eine qualitativ hochwertige und verlässliche Gesundheitsversorgung langfristig sicherzustellen. Ein durchaus kontroverser Diskussionsprozess sei dem Ergebnis vorausgegangen. Es sei um Strukturen, Standorte, medizinische Qualität, Arbeitsplätze und Wirtschaftlichkeit gegangen.
Die Agenda 2023 stehe für Verantwortung, Verlässlichkeit und das Vertrauen darauf, gemeinsam die Gesundheitsversorgung in der Region gestalten zu können. Jetzt könne man sehen, was der politische Beschluss konkret bedeute: "Hier entsteht mit unserem Ortenau Klinikum Offenburg und dem Klinikcampus das Herzstück dieser neuen zentralisierten Struktur." Auf rund 20 Hektar wächst ein neuer Gesundheitsstandort. Das Haus mit Maximalversorgung verfügt über 724 stationäre Betten. Der Dank des Landrats galt allen Möglichmachern des Großprojekts – vom Land bis zu den Planern.
Ein Ort der Heilung
Regierungspräsident Carsten Gabbert vertrat den Sozialminister des Landes, Oliver Hildenbrand, und sprach von einer "mutigen Strukturentscheidung". Das Land werde den Bau weiter unterstützen. Gabbert hob vor allem die "hervorragenden Bedingungen für die Beschäftigten" hervor, die der Neubau mit sich bringe. OB Marco Steffens begrüßte ausdrücklich die Ortsvorstehenden von Bohlsbach und Bühl, Nicole Kränkel-Schwarz und Georg Schrempp, auf deren Gemarkung das Krankenhaus errichtet werde; zudem Baubürgermeister Oliver Martini und das Begleitgremium. Bauen sei anstrengend, aber die Ergebnisse würden das Oberzentrum Offenburg auf ein neues Level heben. Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, erklärte, dass hier ein Ort entstehe, an dem Menschen für Menschen da seien. Ihr Dank galt u.a. Rainer Stapf und dessen Team vom Geschäftsbereich Bau und Technik des Klinikums. Architekt Maximilian Ludes empfand es als "große Ehre", den Tag gemeinsam mit den Anwesenden zu feiern. Er wolle mit seinem Büro "einen Ort der Heilung" schaffen. Für den musikalischen Rahmen sorgten die jungen Gitarristinnen Anouk Hilger und Charlotte Clauss von der Musikschule Offenburg-Ortenau.
Der Rohbau wird voraussichtlich in zwei Jahren fertig sein.










