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Wie eine knapp ein Kilogramm leichte Drohne Offenburgs Erfassung von Geodaten revolutioniert

- 11.06.2026 - 

Hightech über den Dächern

Stadtplanung sni Wenn in Offenburg demnächst ein leises Surren am Himmel zu hören ist, könnte das die neueste „Mitarbeiterin“ der Stadtverwaltung sein: eine hochmoderne Vermessungsdrohne. Mit knapp einem Kilogramm Gewicht unterstützt das smarte Fluggerät künftig eine Vielzahl städtischer Projekte. Das macht die Arbeit der Verwaltung nicht nur effizienter, sondern auch zentimetergenau.

Städtische Mitarbeiter testen die Drohne.

Wo früher aufwendige Messungen am Boden nötig waren, liefert die neue Drohne heute schnell und zuverlässig 3D-Daten sowie Luftbilder. Ob das neue Klinikum, der geplante Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhofsquartier oder das zukünftige Landesgartenschaugelände: Aus der Luft lassen sich diese Gebiete detailliert erfassen.

Ausgestattet mit einer Kamera erstellt die Drohne systematisch Bilder aus der Vogelperspektive, die im Anschluss vermessungstechnisch ausgewertet werden. Das Resultat sind präzise und umfangreiche 3D-Daten – selbst von schwer einsehbaren Bereichen wie Dachflächen. In Kombination mit einem terrestrischen Laserscanner lassen sich Objekte wie ein Gebäude somit innen wie außen ganzheitlich dreidimensional erfassen. Das spart der Stadt nicht nur wertvolle Zeit und reduziert den Arbeitsaufwand vor Ort erheblich, sondern stellt auch sicher, dass bei wichtigen städtischen Bauprojekten kein Detail übersehen wird. Offenburg positioniert sich damit als moderne und zukunftsorientierte Verwaltung, die auf innovative Technik setzt, um Ressourcen klug und effizient zu nutzen.

Verantwortungsbewusst

Wer nun jedoch Sorge um seine Privatsphäre oder störenden Fluglärm hat, kann beruhigt sein. Die Stadtverwaltung geht mit dem neuen Werkzeug äußerst sensibel und verantwortungsbewusst um.

100 Prozent Datenschutz

Die fliegende Kamera interessiert sich ausschließlich für Gebäude, Brücken und Geländestrukturen – nicht für Menschen. Aufgrund der Flughöhe sind diese am Boden ohnehin nicht erkennbar. So werden keinerlei personenbezogene Daten gesammelt und der Datenschutz jederzeit gewahrt.

Transparenz und Ruhe

Niemand muss Fluglärm befürchten: Die Drohne fliegt in der Regel so hoch, dass sie am Boden nicht zu hören ist. Trotz einer möglichen Flugzeit von 45 Minuten wird die Drohne meist für kurze, sehr zielgerichtete Einsätze genutzt, die oft nur wenige Minuten dauern. Zudem werden Behörden und Öffentlichkeit vor jedem Start rechtzeitig informiert.

Strikte Flugregeln

Jeder Flug wird im Vorfeld genau auf seine Durchführbarkeit geprüft. Die speziell zertifizierten Pilot*innen der Stadt fliegen niemals über Menschenansammlungen und müssen die Drohne stets in Sichtweite behalten. Es gibt klar definierte geographische Erlaubnisgebiete, beispielsweise rund um den Flugplatz oder den Hubschrauberlandeplatz des Ortenau Klinikums, in denen besonders strenge Vorgaben gelten und ein Betrieb nur im Einzelfall möglich ist.

Letztlich ist die neue Drohne vor allem ein praktisches Werkzeug für den städtischen Alltag. Sie hilft der Verwaltung, künftige Bauprojekte exakter und wirtschaftlicher zu planen. Gleichzeitig sorgen klare Regeln dafür, dass die Einsätze sicher, rücksichtsvoll und ohne Einschnitte in die Privatsphäre ablaufen.

 
 
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