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Sanierungsgebiet Ebertplatz: Vorbereitende Untersuchungen laufen/Infoabend am 6. Juli

- 11.06.2026 - 

Jetzt bereits die Weichen stellen

Voraussichtlich Ende 2030 wird das Klinikum mit Maximalversorgung am Holderstock den Betrieb aufnehmen. Das Klinik-areal am Ebertplatz fällt somit spätestens Anfang 2031 an die Stadt zurück. Um ein Vakuum zu vermeiden, sollen jetzt bereits die Weichen Richtung Konversion gestellt werden.

So sieht es aus, wenn eine Drohne das Gebiet überfliegt und ein Bild macht.
Der Gemeinderat der Stadt Offenburg gab in der Sitzung am 24. November 2025 sein grundsätzliches Okay zu Bestandsaufnahme und -bewertung der Gebäudesubstanz und stellte die Haushaltsmittel von 1,2 Millionen Euro in Aussicht. "Wir fangen ganz früh an", unterstreicht die stellvertretende Projektleiterin Ira Freude. Das vorausschauende Agieren der Stadtverwaltung sei Programm: Auf diese Weise könne eine solide Grundlage für eine gute Nachlösung geschaffen werden.
 
Vorrangiges Ziel ist zunächst, das rund 30 Hektar umfassende Areal als Sanierungsgebiet auszuweisen und es damit in das Städtebauförderprogramm des Landes aufnehmen zu lassen. Die vorbereitenden Untersuchungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, der Antrag muss bis Oktober 2026 gestellt werden. Ein externes Büro erarbeitet derzeit die Inhalte; Steuerung und Betreuung liegen in den Händen der Stadt. Federführend ist der Fachbereich Stadtplanung und Baurecht mit Leiter Daniel Ebneth, unterstützt von den Bereichen Hochbau, Stadtentwicklung und Bauservice.
 
Der Grundstein für das ehemalige städtische Krankenhaus, heute Ortenau Klinikum am Ebertplatz, wurde 1910 gelegt, die Einweihung war am 15. Oktober 1912. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Stadt Offenburg dafür Grundstücke im Gewann Nussbuckel erworben. 1902 wurde ein erstes königlich-preußisches Garnisonslazarett an der Straße Am Rittweg errichtet. Dessen letzter baulicher Zeuge ist, neben dem ebenfalls erhaltenen ehemaligen Leichenhaus (heute Kapelle), das vielfach umgebaute, nun als Ärztehaus genutzte Gebäude an der Ecke Moltkestraße/Am Rittweg.
 
Das Gelände rund um den Ebertplatz einschließlich der Galgenfeldsiedlung ist für die nächsten Jahre eines der zentralen Entwicklungsareale. Durch den Umzug des Klinikums bietet sich die Möglichkeit und die Notwendigkeit, eine große Fläche in bester Lage einer neuen Nutzung zuzuführen.
 
Ende Juni werden die Anwohnenden und die Eigentümer*innen informiert und zum Istzustand der Gebäude und des Quartiers befragt. Ein Infoabend für Interessierte findet am Montag, 6. Juli, 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) im Schillersaal statt.
 

Sanierungsmaßnahmen

Durch die Ausweisung von Sanierungsgebieten und die Unterstützung durch die Städtebauförderung wurden und werden wichtige Erneuerungen verwirklicht:
 
Innenstadt:
Seit Mitte der 1980er Jahre wird die Sanierung der Innenstadt vorangetrieben – unterstützt vom Programm Einfache Stadterneuerung (Stegermatt) und dem Wohnumfeldprogramm Oststadt.
 

Nordweststadt:
Mit dem Sanierungsprogramm "Die soziale Stadt" wurden Maßnahmen im öffentlichen Raum und über 100 private Initiativen gefördert.

Mühlbach:
Das Areal, ausgehend von der ehemaligen Spinnerei, wurde seit 2007 umgestaltet.

Bahnhof-Schlachthof:
Hier laufen aktuell umfangreiche Baumaßnahmen zur Neuordnung und Sanierung des Gebiets.

Südstadt:
Sanierungsziele im Bereich Stegermatt und Eiserne Hand sind die Stärkung der Funktionsfähigkeit des Stadtteils, Aufwertung von Grünflächen und Maßnahmen zum Klimaschutz.

 

 
KOWO - kommunales Wohnbauförderprogramm