Adrian Bäck ist wieder zuhause angekommen. Der gebürtige Offenburger wuchs in der Oststadt auf, besuchte die Georg-Monsch-Schule sowie das Schiller-Gymnasium und hat sich als Jugendlicher schon für alles interessiert, was mit Gärtnern zu tun hat: "Ich fühle mich einfach wohl, draußen zu sein."
Nach dem Abitur nahm er am Weltwärts-Programm teil und absolvierte auf einer Farm in Südafrika einen einjährigen Freiwilligendienst. Kühe melken, Zäune bauen und Menschen mit Behinderung in die grüne Branche einbinden: Es war eine prägende und richtungsweisende Zeit. Zurück in Deutschland stand mit Landschaftsarchitektur das Studienfach fest. Um weitere Erfahrung zu sammeln, ging es zum Pflichtpraktikum im Garten- und Landschaftsbau bei Albrecht Bühlers Firma Baum und Garten. Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner am Bodensee schloss sich an. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche schrieb sich Adrian Bäck an der Hochschule Osnabrück ein und machte seinen Bachelor im Fach Landschaftsentwicklung – dazu gehören Landschaftsplanung und Landschaftsökologie. Seit Ende 2024 geht es mit dem Masterstudium der Landschaftsarchitektur weiter. Um den Abschluss zu erlangen, bedarf es eines Praktikums. Mitzuwirken an den Vorbereitungen für die Landesgartenschau in seiner Heimatstadt, wertet Adrian Bäck als "einmalige Chance". Seit 1. Januar ist er "Architekt im Praktikum" im LGS-Team um Geschäftsführerin Jutta Herrmann-Burkart und will diesen Job bis zum Ende der Schau 2032 machen: "Nur dann ergibt es Sinn."
Naturnahe Ausrichtung
Ausschlaggebend für sein Engagement ist die naturnahe Ausrichtung der Schau. Dieser Ansatz passt gut zu seiner Überzeugung, dass es in einer Stadt möglichst viel Natur geben soll. Es werden grüne Freiräume geschaffen und qualitativ hochwertige Wiesen angelegt. Vom Bahnhof wird man über eine blau-grüne Achse zum Gifiz gelangen: "Das alles kann ich nur begrüßen."
Zunächst durfte sich Adrian Bäck durch eine ganze Regalreihe Projektordner kämpfen und sich mit Präsentationen, Sitzungsprotokollen und Grafiken befassen. Nach der Einarbeitungszeit ging es dann mit der Mauereidechse weiter: Sie kommt in Deutschland hauptsächlich im Südwesten vor und hat hier eines ihrer nördlichsten Verbreitungsgebiete, weshalb ihr Schutz bei uns mit einer besonderen Verantwortung verbunden ist. Im Zuge der Umgestaltung der Räderbachinsel wurden rund 300 Mauereidechsen abgesammelt. Die Kriechtiere erhalten bis zur LGS einen Zwischenwohnsitz, ehe sie dann wieder ihr Habitat am ursprünglichen Ort einnehmen dürfen. Eine Aktion, die Fingerspitzengefühl verlangt. Wobei sich Adrian Bäck sicher ist: "Die Tiere sind ziemlich clever und suchen sich ihren Ort." Wenn es dann soweit ist, wird es mit den Gehölzpflanzungen mehr Lebensraum für das "Reptil des Jahres 2011" geben.
Adrian Bäck wird die Ansaat einer insektenfördernden Zwischenbegrünung begleiten, das Aufhängen diverser Nistkästen für Gebäude- und Höhlenbrüter sowie die Montage einer Fledermausstele, einem großen freistehenden Fledermausquartier. "Ich unterstütze, wo ich kann." Darüber hinaus kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation von Events.
Und das alles mit Herzblut und der Überzeugung, einen nachhaltigen Beitrag zu einer grüneren Stadt zu leisten. Man könnte den jungen Mann als Glücksfall für die Landesgartenschau bezeichnen. Adrian Bäck grinst. "Ja, das habe ich schon öfter gehört."












