Die Stadt Offenburg und die Technischen Betriebe Offenburg fördern auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Hohberg und Achern das Anpflanzen von hochstämmigen Obstbäumen. Mit Unterstützung der BUND-Ortsgruppe Hohberg und dem Förderverein Ortenauer Streuobstanbau FOSA wird eine Sammelbestellung organisiert. Die dieses Jahr angebotenen Sorten wurden in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau des Landratsamts ausgewählt. Interessierte Haushalte erhalten maximal zehn Bäume.
Für die Sträucher empfiehlt es sich, ein geeignetes Gefäß mitzubringen.
Ab diesem Jahr deckelt die Stadt Offenburg die Kosten pro Baum samt Holzpfahl und Schnur für die Bürger*innen auf 25 €. Der verbleibende Betrag des Einkaufspreises wird von der Abteilung Grünflächen und Umweltschutz übernommen.
Folgende Sorten können online hier über das Bestellformular, schriftlich mit der Bestellkarte aus dem Offenblatt oder per E-Mail unter
wolfram.reinhard@offenburg.de bestellt werden, solange der Vorrat reicht:
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Sortenliste Hochstammaktion Stadt Offenburg 2026
Apfel
Brettacher: wertvolle Wirtschaftssorte, auch als Tafelapfel geeignet; große, saftige Früchte, leicht gewürzt mit frischer Säure; volles Aroma nur bei guter Belichtung; starker Wuchs; keine nassen Böden; späte Blüte; nicht zur Befruchtung geeignet; Pflückreife: Mitte Oktober; Genussreife: Dezember bis April.
Gewürzluiken: alte süddeutsche Hauptsorte; mittel bis starkwüchsig, rundkronig; regelmäßig und reichtragend; mittelgroße bis große, kräftig rotgefärbte Früchte mit erfrischendem, würzig-säuerlichem Geschmack; vielseitig verwendbar; Genussreife November bis März.
Graue Herbstrenette: Anspruchslose alte Tafel- und Wirtschaftssorte; starker Wuchs, ergibt markante Bäume; schwere Böden wegern Obstbaumkrebs meiden; berostete Schale; saftiges, würziges Fruchtfleisch; leicht säuerlich; Genussreife Oktober bis Dezember.
Kaiser Wilhelm: Tafel- und Wirtschaftsapfel; starker Wuchs; landschaftsprägender Baum; robuste Sorte; rote Frucht mit hellen Punkten; festes Fruchtfleisch mit süß-säuerlichem, leichtem Aroma; Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife bis Ende Januar.
Rote Sternrenette: Attraktiver Tafel- und Wirtschaftsapfel; Pflückreife Mitte bis Ende September, Genussreife bis Ende Dezember; Frucht mittelgroß, blutrote Früchte mit grüngelben Sternchen; Fleisch mit rötlichen Adern; süß-säuerlich, vielseitig verwendbar; Sehr robuste, alte Hochstammsorte; krankheitswiderstandsfähig; mittelstarker, hochkroniger Wuchs.
Birne
Bayerische Weinbirne: Alte Wirtschaftssorte, auch zum Einkochen und dörren geeignet; große, flaschenförmige, saftige Frucht mit süßherbem Fruchtfleisch; robust, gilt als feuerbrandresistent; große, hochovale Bäume; Verwertungsreife Oktober bis November.
Stuttgarter Geißhirtle: Um 1780 im Raum Stuttgart beschrieben; Ausgezeichnete Sommerbirne, mittelstarker, gleichmäßiger Wuchs bei regelmäßigem Ertrag; gelbgrüne Frucht mit dunkelroten Backen; saftiges, feinwürziges Fruchtfleisch mit zimtartigem Aroma; Reife Mitte August bis Mitte September.
Süßkirsche
Burlat: frühe Tafelkirsche, relativ platzfest, starker Wuchs mit hochovaler Krone, geeignete Befruchtersorten sollten in der Umgebung stehen, große Früchte, festes, saftiges und aromatisches Fruchtfleisch, Befall mit Kirschfruchtfliege geringer als bei späten Sorten.
Steinobst
Oullins Reneklode: Früh reifende Sorte für den Frischverzehr; Fruchtfleisch gelblich, süßer, leicht würziger Geschmack; stark wüchsiger Baum, ohne regelmäßige Schnitt verkahlt jedoch das Fruchtholz; selbstfruchtbar und guter Pollenspender; Ertrag schwankend; Reife im August.
Ersinger Frühzwetschge: Geschmacklich hochwertige Frühzwetschge; Verwendung als Tafel- und Verwertungsfrucht; Reife: Juli bis Anfang August; starker Wuchs; scharkatolerante Sorte; bedingt selbstfruchtbar; regelmäßiger Schnitt erhält die Vitalität.
In Zusammenarbeit zwischen der Abteilung 5.1 Grünflächen und Umweltschutz und der Klimaanpassungsmanagerin Alexandra Dreyer werden in diesem Jahr zudem heimische Sträucher zum Kauf angeboten. Die angebotenen Arten wurden hinsichtlich ihres ökologischen Mehrwertes und ihrer gestalterischen Wirkung ausgesucht. Die Kosten pro Strauch (wurzelnackt, 3-5 Triebe) belaufen sich auf 2,50 €. Der verbleibende Betrag des Einkaufspreises wird von der Abteilung Stadtentwicklung übernommen. Zur Stärkung der Biodiversität in Strauchbeständen können pro Art maximal 3 Sträucher bis zu einer maximalen Gesamtbestellmenge von 24 Stück bestellt werden.
Folgende Sorten können online hier über das Bestellformular, schriftlich mit der Bestellkarte aus dem Offenblatt oder per e-Mail unter
stefanie.birk@offenburg.de bestellt werden, solange der Vorrat reicht.
Sträucher
Crataegus monogyna – Weißdorn: hoher ökologischer Wert; reichhaltige Blütenstände bieten im Mai und Juni reichlich Nektar und Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer; dichtes, dorniges Geäst dient Vögeln und Kleinsäugern als Nist- und Rückzugsort; trockenheitsresistent;
Rhamnus cathartica – Kreuzdorn: eine der Hauptnahrungspflanzen der Raupen des Zitronenfalters sowie des seltenen Kreuzdorn-Zipfelfalters; nektarreiche Blüten im Frühsommer sind wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten; Dornenstruktur bietet Kleintieren Schutz; wärmeliebend und trockenheitsresistent;
Viburnum lantana – Wolliger Schneeball: wichtig für trockenwarme Saumbiotope; nektar- und pollenreichen Schirmdolden im Mai locken zahlreiche Käferarten, Schwebfliegen und kurzrüsselige Wildbienen an; dient als Raupenfutterpflanze für verschiedene Spanner- und Eulenfalterarten; wertvoll für sonnige, artenreiche Wildgehölzstreifen
Sambucus nigra – Schwarzer Holunder: Struktur- und Nährgehölz; abgestorbene Zweige sind Niststätten für stängelbrütende Wildbienen (z. B. Masken- und Keulhornbienen) sowie solitäre Grabwespen; duftende Blütenstände ziehen Insketen an; rascher Wuchs bietet schnell dichte Deckung und erhöht die Strukturvielfalt im Unterholz
Viburnum opulus – Wasserschneeball: Schirmdolden bieten mit Innenblüten Nektar und Pollen; Nährpflanze für spezialisierte Insekten wie den Schneeball-Blattkäfer sowie Raupen verschiedener Nachtfalter; fördert Struktur- und Artenvielfalt feuchter Heckenbestände
Ligustrum vulgare – Gemeiner Liguster: duftende Blütenrispen im Juni und Juli werden von Schmetterlingen (u. a. Ligusterschwärmer, Dickkopffalter) und langrüsseligen Wildbienen beflogen; Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter wie den Ligusterschwärmer; Laub liefert wertvolle Winterquartiere für überwinternde Insekten und Spinnentiere; bildet dichte Rückzugsräume
Salix caprea – Kätzchenweide: männliche Kätzchen liefern ab März Pollen, weibliche Nektar für erwachende Hummelköniginnen und spezialisierte Sandbienen (z. B. Weidensandbiene); über 200 Insektenarten sind an Weiden gebunden, darunter über 100 Falterarten wie Großer Schillerfalter und Abendpfauenauge; wichtiges Pioniergehölz für den Start in das Insektenjahr
Cornus mas – Kornelkirsche: Früheste Nektar- und Pollenquelle; leuchtend gelben Blüten öffnen bereits ab Februar bis März; Raupenfutterpflanze für verschiedene Spannerarten; bildet im Alter dichte, astreiche Kronen als ganzjährige Schutzhabitate für Kleintiere; idealer ökologischer Starter für sonnige Hecken
Die Bäume mitsamt Pfählen und Schnüren sowie die Sträucher werden am Samstag, 28. November 2026, von 8 - 11 Uhr bei den Technischen Betrieben Offenburg TBO, Kinzigstraße 3, ausgegeben. Jede*r Besteller*in muss sich den Abholtermin vormerken und ist verpflichtet, die bestellte Ware ohne weitere Benachrichtigung zum genannten Zeitpunkt gegen Barzahlung abzuholen.
Für die Sträucher empfiehlt es sich, ein geeignetes Gefäß mitzubringen.
Weitere Information zur Aktion: Stadt Offenburg, Abt. 5.1 Grünflächen und Umweltschutz, Telefon. 0781/82-2380. Eine telefonische Bestellung ist nicht möglich.
Weitere Information zur Aktion:
Fachbereich Hochbau, Grünflächen, Umweltschutz
Abteilung Grünflächen und Umweltschutz
Tel. 0781 82-2380
Eine telefonische Bestellung ist nicht möglich.