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Tipps für Haus und Garten

 

Ein Totholzhaufen aus Stämmen, Ästen und Laub lässt sich unkompliziert übereinander stapeln und sollte gelegentlich aufgefüllt werden. Halbschattige, ungestörte Bereiche im Garten eignen sich besonders gut dafür. Solche Haufen bieten wichtigen Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten für Igel, Spitzmäuse, Kröten und Blindschleichen. Auch Vögel profitieren, da sich in diesen Haufen zahlreiche Insekten ansiedeln. Einzelne Totholzstämme, die in der Sonne liegen, werden zudem häufig von Eidechsen besucht.
 
 

Eine Fassadenbegrünung  schafft nicht nur neuen Lebensraum für Tiere, sie beeinflusst auch das Kleinklima positiv.  Die Kletterpflanzen beschatten die Hauswand und kühlen durch die Wasserverdunstung die Luft. Schädliche Stoffe und Staub in der Luft werden vom Laub gebunden. So wird nicht nur die Luft auf natürliche Weise gereinigt sondern auch Sauerstoff produziert und Kohlendioxid gebunden.  Immergrüne Rankpflanzen können im Winter Wände isolieren und helfen die Heizkosten zu senken. Begrünte Fassaden wirken positiv auf unser Stadtbild und erhöhen dort die Lebens- und Aufenthaltsqualität. 
 
Pflanzenliste:
 
Nisthilfen für Vögel – wertvolle Unterstützung für die Artenvielfalt
Vor allem höhlenbrütende Vögel finden immer weniger natürliche Brutplätze. Nisthilfen bieten eine effektive Möglichkeit, diese Vögel in Gärten oder Grünflächen zu unterstützen. Der ideale Zeitpunkt, um Nistkästen anzubringen, ist vor Beginn der Brutzeit.

Wichtige Hinweise zur Anbringung:
  • Standortwahl: Ein geschützter Ort, der vor Mardern, Katzen und Greifvögeln sicher ist und nicht der prallen Sonne ausgesetzt wird, ist ideal.
  • Höhe: Nistkästen sollten in 2 bis 3 Metern Höhe angebracht werden.
  • Ausrichtung: Das Einflugloch möglichst nach Osten ausrichten, um Schutz vor starkem Wetter zu gewährleisten.
  • Materialschutz: Zur Befestigung an Bäumen eignen sich Alu-Nägel, da sie den Baum schonen.
Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
 

Kätzchenweide.
Mit Beginn des Frühjahrs verlassen die Hummeköniginnen  auf der Suche nach den ersten Blütenpflanzen und einem geeigneten Nistplatz ihr Winterquartier. Nach dem langen Winter sind sie oft geschwächt und können mit Hilfe einer Zuckerlösung Kraft tanken. Ein halber Teelöffel Zucker mit Wasser verflüssigt dient als Starthilfe für Hummelköniginnen und deren zukünftiges Hummelvolk.
Kornelkirsche.
 
Übrigens bietet die beliebte Forsythie weder Pollen noch Nektar für die Insekten. Heimische frühblühende Sträucher wie Kätzchenweide und Kornelkirsche unterstützen die Hummeln auf natürliche Weise.
Mehr Infos unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/hummeln/06351.html
 
Torffreies Gärtner schützt das Klima
Der Abbau von Torf ist ein Eingriff in die Natur. Der gebundene Kohlenstoff wird als Treibhausgas CO² freigesetzt und fördert die Klimaerwärmung. Darüber hinaus werden durch den Eingriff wertvolle Moorlandschaften zerstört.
Was kann jeder selber tun?
Beim Kauf darauf achten, dass die angebotene Erde als "torffrei" oder "ohne Torf" gekennzeichnet ist.  Ansonsten einfach mal auf die Inhaltsstoffe achten.
Tipps zur Herstellung von eigener Pflanzerde und mehr Infos finden Sie unter:
 

Mähfreier Mai  - "No Mow May" - die Idee stammt von der britischen Naturschutzorganistion 'Plantlife' , dies seit 2019 die Gartenbestizer dazu aufruft den Rasen im Mai nicht zu mähen. Ziel der Aktion ist es die vorhandenen Wildkräuter im Rasen zum Blühen zu verhelfen und somit das Nahrungsangebot für die Insekten zu verbessern. Einfach mal im Mai aufs Rasenmähen verzichten und stattdessen die blühenden Pflanzen und Tiere genauer beobachten. Diesem Appell folgt auch die Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur 1822 e.V. Die Idee stößt auf große Begeisterung und jährlich folgen mehr Gärtner dieser Bewegung. 

Wer sich noch unsicher ist, kann zum Einstig auch nur ein Teil der Rasenflächen stehen lassen. Die Stadt beteiligts sich ebenfalls mit Flächen im Bürgerpark, in der Georg-Monsch-Anlage und im Pfählerpark an dieser Aktion.
 

Im späten Frühjahr machen sich an vielen Pflanzen die Blattläuse breit. Wer jetzt nicht zur Chemiekeule greift, kann beobachten das Florfliegen, Ohrkneifer und Marienkäfer und ihre Larven, die Blattlauslöwen, die Läuse vertilgen. Ein Marienkäfer kann täglich zwischen 50 und 150 Blattläuse fressen. Einfach mal abwarten und der Natur vertrauen! 
 

Vögel und Insekten haben an heißen Tagen oft Durst. Die Wassersuche im Sommer gestaltet sich für die Tiere oft schwierig.  Eine flache Schale mit Wasser gefüllt kann Abhilfe schaffen. Damit die Insekten nicht ertrinken sollte ein Stein als Rettungsinsel integriert werden. Natürlich muss dafür gesorgt werden, dass die Tränke regelmäßig mit Wasser nachgefüllt wird.
 

Vögel baden nicht nur gerne in Wasser sondern auch im Sand. Das hilft gegen Parasiten im Gefieder. Besonders geeignet sind sonnige und übersichtliche Bereiche um die Angriffe von Fressfeinden  zu verringern. Es eignen sich Schalen mit Ablauf oder Mulden im Garten mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm, die mit feinem Sand aufgefüllt werden. Um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden, sollte der Sand alle paar Wochen ausgetauscht werden. 
 

Jetzt ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Zum Energie tanken eignen sich besonders Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Traubenhyazinthen und Zweiblättriger Blaustern. Die ersten Insekten, vor allem Hummelköniginnen sind im kommenden Frühjahr bereits auf Futtersuche. Auch auf uns Menschen wirken die bunten Frühblüher als Stimmungsaufheller.
 

Heimische Heckensträucher bieten nicht nur gute Nistmöglichkeiten für Vögel, sie sind auch Nahrungsquelle für Insekten und Säugetiere. Wer also Tiere in seinen Garten locken möchte sollte sich viele heimische Pflanzen in den Garten setzen. Für eine freiwachsende Hecke eignen sich beispielsweise in unserem Klima Berberitze, Besenginster, Kornelkirsche, Liguster, Pfaffenhütchen und Sanddorn.

Eine ausführliche Liste kann unter offenburg.de/bio.og heruntergeladen werden. 
 

Alles stehen und liegen lassen
Die gewohnte Pflege aus früheren Zeiten kann beiseitegelegt werden. Stauden und Gräser erst zum Winterende schneiden. Das Laub unter Sträuchern kann liegen bleiben. Dies bietet wertvolle Überwinterungsquartiere für zahlreiche nützliche Insekten. Gleichzeitig verarbeiten Regenwürmer große Mengen an Laub und fördern so die Kompostproduktion. Zudem profitieren heimische Vögel von einer reichhaltigen Quelle an eiweißreicher Nahrung.
 
Natürliche Klimaanlage Pflanzen
Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm auch die heißen Tage. Alle versiegelten Flächen heizen sich besonders auf.  Durch die Verdunstungskühle von Pflanzen kann hier Abhilfe geschaffen werden. Jede entsiegelte und begrünte Fläche verbessert das Kleinklima. Man erhält nicht nur kühlere sondern auch saubere Luft, da Pflanzen als Filter fungieren. Egal ob Fassadenbegrünung, Dachbegrünung oder grüne Gärten. Jede Grünfläche minimiert die sommerliche Hitze. Die Stadt Offenburg fördert den Rückbau von Schottergärten, die Entsiegelung von befestigten Flächen, Dachbegrünung und Fassadenbegrünung. Wie das geht? Telefonisch nachfragen unter 0781-822514.
 

Bau oder Kauf eines Nistkastens
Verschiedene Tiere wie Vögel, Fledermäuse, Hummeln und Igel profitieren von künstlichen Nisthilfen.
Wie wäre es mit einem Nistkasten bauen oder kaufen und schon mal nach einem geeigneten Platz suchen? 
 
Anleitungen sind online zu finden, hier hilfreiche Links:
 
Vogelfutter - für jeden etwas dabei
Bei den Vögel gibt es unterschiedliche Feinschmecker. Manche, wie Meisen und Spatzen lieben Körner, Nüsse und Samen, andere wie die Amsel  und Rotkehlchen bevorzugen Weichfutter wie Rosinen, Haferflocken, Beeren oder Äpfel. Essensreste oder Brotstücke sind nicht zur Vogelfütterung geeignet, sie machen die Tiere krank. Vogelfutter sollte nicht auf dem Boden ausgebracht werden. Es kann Ratten anlocken. Sinnvoll sind Futtersilos und Futterhäuschen, sie schützen das Futter vor Verschmutzung und Durchnässung. Eine übersichtliche Stelle zum Schutz vor Fressfeinden und eine Anflugmöglickeit wie Bäume oder Sträucher sollten bei der Platzierung berücksichtig werden. An Futterstellen lassen sich die Vögel aus nächster Nähe wunderbar beobachten.