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Fahrradförderung

 
Fahrradförderung in Offenburg
Radfahren wird immer beliebter und es gibt viele Gründe hierfür.
  • Radfahren macht Spaß.
  • Radfahren ist kostengünstig, sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt. Die Verbraucherzentrale hat ermittelt, dass eine durchschnittlich lange Autofahrt zum Bäcker und zurück den Gegenwert von 8 Brötchen kostet.
  • Radfahren ist eine klimafreundliche Fortbewegung und nachhaltig.
  • Das Radfahren braucht weniger Platz als das Autofahren, sowohl beim Fahren selbst als auch beim Parken.
  • Radfahren ist gesund und hält fit.
Verblüffend ist, dass rund die Hälfte der Autofahrten nicht länger als 6 Kilometer sind. Diese Kurzfahrten kann fast jeder gesunde Mensch auch mit dem Fahrrad zurücklegen. Hierbei schonen wir nicht nur den Motor unseres Autos, der bei Kurzstrecken leidet, sondern fördern gleichzeitig unsere Gesundheit und das Klima.
 
Den Zusammenhang zwischen dem Radverkehr und der Förderung der Gesundheit, der Umwelt und der Stadtentwicklung hat die Stadt Offenburg schon früh erkannt und fördert den Radverkehr intensiv. Mehr Informationen hierzu finden Sie, wenn Sie auf die unterstehende Überschrift Fahrradförderprogramme klicken.
 
Der Stadt Offenburg ist die Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation sehr wichtig. Deshalb gibt es das Forum Radverkehr, das schon mehrfach getagt hat. Mehr Informationen hierzu finden, wenn Sie auf die untenstehende Überschrift Forum Radverkehr klicken.
 
Die Stadt Offenburg hat schon mehrere Auszeichnungen für ihre Fahrradförderung erhalten. Informationen zur Auszeichnung als fahrradfreundliche Stadt durch das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg finden Sie, wenn Sie auf die untenstehende Überschrift Auszeichnung klicken.
 
Nicht jede Kommune muss das Rad neu erfinden. Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg, kurz AGFK-BW, unterstützt Kommunen und Landkreise bei Ihrer Fahrradförderung. Mehr Informationen hierzu finden, wenn Sie auf die untenstehende Überschrift Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen klicken.
 

Das Fahrrad genießt in Offenburg traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Der Modal-Split, der den prozentualen Anteil eines Verkehrsmittels am Gesamtverkehr angibt, liegt in Offenburg für das Fahrrad bei 25 %. Mit diesem Wert kann sich Offenburg mit Universitätsstädten vergleichen. Diese hohe Prozentzahl hängt primär damit zusammen, dass die Stadt Offenburg das Fahrradfahren intensiv fördert und die topografischen Verhältnisse hierfür günstig sind.
 
Ende der 70er Jahre steckte das Radwegenetz in Offenburg in den Kinderschuhen. Es existierten zwar vereinzelt Radwege, die aber nicht zu einem zusammenhängenden Netz verknüpft waren. Seit 1979 erarbeiten Vertreter der regionalen Radvereine, des ADFC, des VCD, der Gemeinderatsfraktionen, sowie Bürgerinnen und Bürger zusammen mit der Stadtverwaltung Fahrradförderprogramme, die sich jeweils über einen Zeitraum von 5 - 10 Jahren erstrecken. Während das erste Fahrradförderprogramm hauptsächlich den Bau von Radwegen beinhaltete, legten die Fahrradförderprogramme II und III den Schwerpunkt in die Schaffung eines durchgehenden Radwegenetzes und die Stärkung der Fahrradförderung mit vielen Aktionen in unterschiedlichen Bereichen. Mit dem Fahrradförderprogramm IV verlagerte sich die Priorität auf die Unterhaltung, d.h. die Reinhaltung der Radwege von Scherben und Schmutz. Ebenso wurden die Popularität und die Sicherheit des Radfahrens durch gezielte Maßnahmen erhöht. Das aktuelle Fahrradförderprogramm V berücksichtigt die Änderungen der Straßenverkehrsordnung vom 01.04.2013 und setzt auf breite Information der Bürgerschaft über die Fördermaßnahmen.
 
Durch das systematische "Abarbeiten" der Fahrradförderprogramme hat sich das Radwegenetz in Offenburg bis heute auf etwa 100 km Radwege, 70 km ins Radwegenetz integrierte Wirtschaftswege sowie etwa 50 km ins Radwegenetz einbezogene fahrradfreundliche Straßen erweitert. Die Anzahl der erfassten Fahrradabstellplätze im öffentlichen Bereich beträgt heute über 3.000, davon sind über 1.200 Fahrradständer überdacht.
 
Das aktuelle Fahrradförderprogramm V und V+ können Sie hier herunterladen.

Quelle: Stadt Offenburg FB 6 Tiefbau und Verkehr

Quelle: Stadt Offenburg FB 6 Tiefbau und Verkehr

Quelle: Stadt Offenburg FB 6 Tiefbau und Verkehr

 
 
 

Das Fahrradfahren kann nicht ausschließlich im „stillen Kämmerlein“ gefördert werden. Deshalb hat die Stadt Offenburg schon vor mehreren Jahren das Forum Radverkehr ins Leben gerufen. Die Foren dienen zum einen zur Information und zum anderen der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
 
Es fanden bisher 4 Foren Radverkehr statt:
 
„Neues Denken im Radverkehr“ am 01.07.2014
Es wurden die Änderungen der Straßenverkehrsordnung vom 01.04.2013 in Bezug auf den Radverkehr vorgestellt. Hauptthema war der Grundsatz, dass der Radverkehr zum Fahrverkehr gehört und dass deshalb Radfahrer grundsätzlich auf der Fahrbahn fahren sollten. Nach einem Fachvortrag wurde intensiv diskutiert.
 
„Einrichten von Fahrradstraßen und Öffnen von Einbahnstraßen für den gegengerichteten Radverkehr“ am 23.09.2014
Bei dem zweiten Forum Radverkehr wurden zwei Führungsformen des Radverkehrs vorgestellt, die in Offenburg nicht oder nur sehr wenig bekannt sind. Nach einem Fachvortrag illustrierten erfolgreich umgesetzte Beispiele aus Mannheim die Machbarkeit der Führungsformen. Danach schloss sich eine Diskussion über das Gehörte an.
 
„Mit- und nebeneinander, statt gegeneinander!“ am 17.11.2015
Dieses Forum Radverkehr wurde als Zukunftswerkstatt in Form eines Workshops umgesetzt. Der Abend gliederte sich in 4 Phasen: Kritik, Vision, Realisierung und Ausblick. Die Teilnehmenden nahmen rege an dem Angebot teil, ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche mitzuteilen.
 
„Richtungstreue Radverkehrsführung“ am 19.02.2018
Dieses Mal standen die Gefahren einer gegenläufigen Radverkehrsführung im Fokus. Nach einem allgemein gehaltenen Fachvortrag folgte der aktuelle Anlass des Forums Radverkehr: die Überplanung der Freiburger Straße aufgrund von Unfallschwerpunkten. In Kleingruppen wurden zahlreiche Diskussionen geführt und Ideen gesammelt. Ein Ausblick über das weitere Vorgehen rundete die Veranstaltung ab.
 
Das nächste Forum Radverkehr ist noch nicht terminiert. Es wird auf dieser Seite ankündigt werden und die örtliche Presse wird Sie einladen.
 

ERNEUTE AUSZEICHNUNG ALS FAHRRADFREUNDLICHE STADT 2017

Quelle: AGFK-BW

Verkehrsminister Winfried Hermann ehrte am 08.12.2017 Offenburg mit der Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“. Das Oberzentrum wurde damit rezertifiziert. Die erstmalige Auszeichnung erhielt Offenburg am 28.10.2011 (siehe unten).
Für die Stadt Offenburg nahm Bürgermeister Oliver Martini das Zertifikat entgegen. Es gehe nicht um einzelne Aktionen, sondern um ein mehrjähriges, systematisches Engagement. Die prämierten Städte zeichneten sich durch gleichermaßen erfolgreiche wie nachhaltige Radverkehrspolitik aus. Die Radverkehrspolitik basiere hier jeweils auf einer konzeptionellen Grundlage mit klaren Zielen und einer systematischen Umsetzung, sagte Minister Hermann während der Verleihung in Rastatt. Offenburg sei bereits seit vielen Jahren in der Radverkehrsförderung aktiv, heißt es in der Begründung der Prüfkommission. Dies werde durch einen Radverkehrsanteil von 25 Prozent im Binnenverkehr deutlich. Das Engagement Offenburgs sorgte für die Zertifizierung der Stadt als fahrradfreundliche Stadt gleich im ersten Jahr der Landesauszeichnung 2011. Offenburg ist in vielen Bereichen der Radverkehrsförderung gut aufgestellt. Neben der strategisch konzeptionellen Grundlage sind die Handlungsfelder Infrastruktur und Verkehrssicherheit zu nennen. Konkret sind zudem verschiedene Serviceangebote für den Alltags- und Freizeitradverkehr wie Fahrradverleihsystem und Luftpumpstation vorbildhaft. Auch sind erste Aktivitäten zur Förderung von Mobilitätsmanagement zu nennen. Die neuen Handlungsfelder wie „Soziale Dimension“ oder „Wirtschaft und Elektromobilität“ sind generell noch weniger gut aufgestellt. In ihrer Weiterentwicklung liegt eine wichtige künftige Aufgabe Offenburgs. Für die nun erfolgte Rezertifizierung musste die Stadt unter Beweis stellen, dass sie ihre „Hausaufgaben“ gemacht hat. Wichtig war der Prüfkommission zudem, dass die Radverkehrsförderung eine kontinuierliche Weiterentwicklung erfahren hat und das Förderspektrum auch auf neuere Handlungsfelder wie etwa die soziale Dimension erweitert wurde.
 
AUSZEICHNUNG ALS FAHRRADFREUNDLICHE STADT 2011

Quelle: Stadt Offenburg

Am 28.10.2011 wurde die Stadt Offenburg vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg als „Fahrradfreundliche Stadt" ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung sagte die damalige Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, dass Sie sich sehr über die Wertschätzung des jahrzehntelangen Engagements der Stadt Offenburg freue. Um die Auszeichnung zu erhalten, musste die Stadt Offenburg darlegen, dass sie besonders fahrradfreundlich ist. Eine Prüfkommission aus Mitgliedern des Landesbündnisses ProRad hat die Angaben geprüft, ausgewertet und sich auch vor Ort ein Bild von der Radverkehrssituation verschafft. „Um als fahrradfreundliche Kommune zertifiziert zu werden, genügt es nicht, einzelne Kriterien zu erfüllen", betonte der Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Preisübergabe. „Vielmehr müssen die Bewerber ein zielgerichtetes Gesamtkonzept vorweisen können, das eine erfolgreiche und nachhaltige Radpolitik demonstriert."
Offenburg hatte diese Voraussetzungen unter anderem mit seinen verschiedenen Fahrradförderprogrammen erfüllt, von denen das erste bereits 1979 entstanden ist.
 
 
 

Die Stadt Offenburg ist eines der 19 Gründungsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW), die sich am 04.05.2010 in einer ersten Mitgliederversammlung formierte. Das Netzwerk der über 70 Städte, Gemeinden und Landkreise (Stand 01/2019) steigt stetig an. Derzeit leben rund 70% der Bevölkerung von Baden-Württemberg in einer Mitgliedskommune der AGFK-BW
 
Die AGFK-BW ist ein wichtiger Teil der Fahrradförderung des Landes und wird vom Verkehrsministerium finanziell und ideell unterstützt. So finanziert das Ministerium beispielsweise die AGFK-Geschäftsstelle bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Das gemeinsame Anliegen von AGFK-BW und Land ist es, mehr Menschen sicher aufs Rad zu bringen und ihnen die Freude am Radeln zu vermitteln.
 
Die wichtigste Aufgabe der AGFK-BW ist neben der Unterstützung der Kommunen die Netzwerkbildung, wodurch Synergieeffekte hervorgerufen werden können.
 
Hier finden Sie mehr hilfreiche Informationen zur AGFK-BW.
 

Quelle: AGFK-BW

 

Baden-Württemberg verfügt über einen umfassenden Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten zehn Jahren. Am 12.01.2016 hat das Landeskabinett die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg verabschiedet. Mit der RadSTRATEGIE sollen die Chancen einer erfolgreichen Radverkehrsförderung systematisch genutzt und die Potentiale möglichst optimal ausgeschöpft werden. Ein wichtiger Teil der RadSTRATEGIE ist das RadNETZ.
 
RadNETZ Baden-Württemberg
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Am 12.01.2016 hat das Kabinett auch die Umsetzung des RadNETZes verabschiedet. Ziel des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (MVI): ein flächendeckendes, durchgängiges Netz alltagstauglicher Radverkehrsverbindungen. Das RadNETZ hat eine Länge von ca. 7.000 Kilometern, ca. 700 Kommunen sind an das Netz angeschlossen.
Eine Karte vom RadNETZ können Sie auf ww.fahrradland-bw.de herunterladen.
 

Es gibt auf EU-, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene viele Möglichkeiten, Maßnahmen für den Radverkehr finanziell fördern zu lassen. Das gilt sowohl für den Bau neuer Radwege, von Fahrradabstellanlagen als auch für die sogenannten „weichen” Fördermaßnahmen - von Studien und Forschungsaufträgen über Kommunikationskampagnen und Bürgerbeteiligungsverfahren bis zu Veröffentlichungen und Events rund ums Rad. Manchmal muss eine Kommune den Förderantrag stellen, für manche Fördertöpfe können sich aber auch Verbände, Forschungseinrichtungen, Schulen, Vereine oder Bürgerinitiativen bewerben.
 
Auch thematisch sind die Möglichkeiten vielfältig: Von der klassischen Infrastruktur für den Radverkehr über Vorrichtungen zur Fahrradmitnahme in oder an Bussen bis hin zu radtouristischen Produkten und Informationstafeln.
 
Mehr Informationen zu Fördermitteln gibt es auf https://www.aktivmobil-bw.de/foerdermittel/foerdermittel-uebersicht/
 

Quelle: Pixabay, kein Bildnachweis nötig