„nicht von hier irgendwo“ vom Theaterkollaborativ Futur II Konjunktiv
Mit Alexandra Finder, Friedericke Miller sowie mit dem aus Offenburg stammenden Schauspieler Johannes Suhm. Recherche, Text, Regie: Matthias Naumann, Johannes Wenzel
„nicht von hier irgendwo“ spiegelt die ersten Jahre nach der Shoah, als sich viele der jüdischen Überlebenden ausgerechnet in Deutschland, zumeist in den westlichen Besatzungszonen, wiederfanden. Als „Displaced Persons“ strandeten sie 1945, unmittelbar nach dem Krieg, in sogenannten DP-Camps, z.B. in Zeilsheim bei Frankfurt oder Föhrenwald bei München, das erst 1957 seine Tore schloss. Nach grausamen Jahren der Verfolgung, Zwangsarbeit oder KZ hatten diese Menschen zwar nun die Möglichkeit, ihr Leben wieder selbst zu entwerfen, doch sahen sie sich völlig mittellos – bis auf ihre Erfahrungen, Bildung und Kenntnisse – der Situation der Staatenlosigkeit gegenüber. Nachgerade Flüchtlinge in diesem „Nicht-Land“ Deutschland, vor dem sie kürzlich erst gerettet wurden...
Eine Einreise in ein anderes Land war oft entweder gar nicht oder nur auf illegalen Wegen möglich. Eine Zeit, ein Leben der Widersprüche, des Dazwischen, der Suche nach einer Identität zwischen jüdischen Traditionen und alltäglicher Realität, der Hoffnung auf einen neuen Lebensort, gar auf eine Zukunft. „nicht von hier irgendwo“ gibt diesen Menschen eine Stimme, ein Gesicht. Aus historischen Überlieferungen kristallisieren sich persönliche Erfahrungen, individuelle Wünsche und Vorstellungen. Aus Berichten und Dokumenten entsteht in performativer, theatraler Form ein vielstimmiges, sehr persönlich gefärbtes Mosaik.
Ausführliche Informationen zum Stück finden Sie hier:
https://futur-ii-konjunktiv.de/nicht-von-hier-irgendwo
Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“








