Pressemitteilung des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog Offenburg
Feierstunde zur Eröffnung des „Wegs der Religionen“



Große Resonanz bei Besuchern des Festaktes am Tag der deutschen Einheit. Kurzweilig gestaltete sich das Programm, in dem die Mitglieder des Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg (AKIDO) den interessierten Anwesenden den „Weg der Religionen“ in den Räumen der Moscheegemeinde vorstellten. Ausgehend vom Gedanken, dass aus vertieftem Kennenlernen auch mehr gegenseitiges Verständnis und höhere Akzeptanz den Andersgläubigen gegenüber erwachsen, lädt der AKIDO ein, sich auf einen gemeinsamen Weg zu begeben. Wie in kurzen Stehgreifauftritten dargestellt wurde, begann der „Weg der Religionen“ schon 2014 mit einer gemeinsamen Erklärung in der sich 12 Offenburger Glaubensgemeinschaften ein achtsames und friedvolles Miteinander zusagten, was mit den nun begonnenen gegenseitigen Besuchen seine logische Fortsetzung fand. Mit weiteren Statements bezeugten die Mitglieder des AKIDO ihre solidarische Verbundenheit für ein menschenwürdiges Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Wie der „Weg der Religionen“ nun genau funktioniere, erklärten dann der katholische Pfarrer Murzko und die islamische Religionsbeauftragte Demircan beim Gehen durch die Stuhlreihen der vielen Gäste. Zwei religiöse Gemeinden laden jeweils dazu ein, sich im Anschluss an den informativen Besuch bei der einen Gruppierung auf den Weg zur zweiten Station zu machen. 5 Solcher Termine wird es geben, die in dem Begleitheft neben weiteren interessanten Informationen aufgeführt sind. Stationentafeln an 10 Einrichtungen informieren Interessierte über Glauben und Gemeindeleben der jeweiligen religiösen Gruppierung. Große Beachtung fand der „Weg der Religionen“ auch überregional. In einem Grußwort ermutigte der Vertreter des Sozialministeriums, Herr Eppinger, den AKIDO, diesen Weg der gegenseitigen Verständigung weiterzugehen. Wie auch die Vertreterin der Stiftung Weltethos, die die Bedeutung der Arbeit der „Räte der Religionen“ hervorhob, zu denen der AKIDO seit 2 Jahren zählt. Welch positive Effekte ein überregionaler Austausch solch interreligiöser Arbeitskreise mit sich bringt, erklärte die Pfarrerin aus Villingen-Schwenningen, Frau Güntter, die sich von der Offenburger „Friedenserklärung“ Impulse für die eigene Arbeit holten, wie auch die Idee zum „Weg der Religionen“ auf deren Aktion „Glaubensweg“ fußte. Bürgermeister Kopp spendete dem AKIDO großes Lob und dankte im Namen der Stadt für den Einsatz, der ein friedliches Zusammenleben der Stadtbevölkerung befördert. Wie wichtig das gerade auch heute noch ist, zeigten Hassparolen, die in der Nacht zuvor an die Moschee aufgesprüht worden waren. Dem Schüren von Unfrieden und verächtliches Diffamieren Andersdenkender und Andersgläubiger setzt der Arbeitskreis die wertvolle Vielfalt der Religionen und den achtsamen, würdevollen Umgang miteinander entgegen. Bürgermeister Kopp wertete diese Schmierereien nicht nur als Angriff auf alle Religionen sondern auch als Angriff auf die Stadtgesellschaft. Er verurteilte diese Aktion aufs schärfste und betonte die Solidarität aller mit der Moscheegemeinde. Auch der AKIDO verurteilt geschlossen diese Aktion im Dunkel der Nacht und ruft zu Offenheit und Dialog auf.
Karl Bäuerle
WARUM EIN WEG DER RELIGIONEN ?
Mit dem Weg der Religionen möchten wir die Gelegenheit geben, die vielfältigen Glaubens- und Religionsgemeinschaften in Offenburg kennen zu lernen, von denen gegenwärtig zehn im Arbeitskreis aktiv sind.
WAS IST DER WEG DER RELIGIONEN ?
Lassen Sie sich einladen, den Weg zu zehn Orten der jeweiligen Glaubensgemeinschaften mitzugehen. Sie treffen an den jeweiligen Stationen auf Tafeln, die Sie in wenigen Worten mit den verschiedenen Glaubensgemeinschaften vertraut machen. Der Weg der Religionen ist in mehrere Teilabschnitte gegliedert und kann alleine oder während der Heimattage als geführte Gruppe gegangen werden. So bleibt Ihnen bei einem geführten Weg genügend Zeit, neben dem Lesen der Tafeltexten in einem lebendigen Austausch Spezifisches zu den Gemeinden zu erfahren.
Weiter Informationen, Termine und das Begleitheft finden Sie unter:







