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Erlebbare nachhaltige Freiraumgestaltung

 
 
Die Freiraumplanung des Areals mit 25.500 Quadratmetern versteht sich als visionärer Entwurf für einen zukunftsträchtigen Lebensraum, der den Ort mit seiner Geschichte respektiert und zugleich neue Perspektiven eröffnet.
 
Zwischen großen Gebäudestrukturen entstehen bewusst gestaltete „Kleinräume”, die Rückzugsorte schaffen und soziale Begegnung fördern. Elemente der Wildnis – wie naturnahe Vegetation, unversiegelte Flächen und biodiversitätsfördernde Strukturen – werden gezielt integriert, um einen robusten, klimaangepassten Außenraum zu schaffen.
 
Die Gestaltung folgt einem nachhaltigen Ansatz, bei dem Recyclingmaterialien und wiederverwendete Elemente zum Einsatz kommen und die Grünflächen der Retention und Versickerung des Oberflächenwassers dienen.
 
Der Freiraum ist multikodiert und bleibt ein lebendiger Ort, der sich mit den Bedürfnissen seiner Nutzer*innen und den Herausforderungen des Klimawandels weiterentwickelt. Fast das gesamte Areal ist Fußgänger*innen und Radfahrer*innen vorbehalten.
 

Langlebig und natürlich: Pionierbaumarten

 
Für die Bäume im Areal werden Pionierbaumarten gewählt, die sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und relativ schnelles Wachstum auszeichnen. Sie werden recht dicht und in unterschiedlichen Größen gepflanzt, um ein möglichst natürliches Bild eines jungen Hains zu vermitteln.
 
Neben den Pionierbaumarten werden zusätzlich Ahorn und Eichen gepflanzt, die für eine Langlebigkeit stehen. Vorgesehene Arten sind z. B. Birken, Zitterpappeln, Kiefer, Weiden, Traubenkirsche und Mehlbeeren, sowie Ahorn- und Eichenarten.
 
Um die Baumstandorte sind Stauden vorgesehen, die den Wurzelraum sowie den Stammbereich der Bäume schützen.
 

Grüne Dächer und Fassaden

 
Im Schlachthofquartier sollen die neuen Gebäude begrünt werden, denn Dach- und Fassadenbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Klimaanpassung in urbanen Räumen.
 
Es können verschiedene Systeme zum Einsatz kommen. Bodengebundene Begrünung oder vertikale Wiesen sind bereits zu sehen. Sie verbessern die Luftqualität, indem sie Schadstoffe binden, und sorgen für ein angenehmeres Mikroklima.
 
Begrünte Dächer und Fassaden bieten zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und fördern so die Biodiversität. Außerdem schützen sie Gebäude vor extremen Temperaturen und verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz. Durch die Aufnahme von Regenwasser helfen sie, Überschwemmungen vorzubeugen und das städtische Wassermanagement zu verbessern.
 

Nachhaltig und clever - recycelter Belag

 
Auf dem gesamten Areal besteht der Belag aus einer Mischung aus gebrauchten und wiederverwendeten Schwerlast- oder Bodenplatten, Natursteinpflaster und Betonplatten.
 
Das Verlegungsprinzip ist einfach: Je näher man den Gebäuden kommt, desto kleiner werden die Formate. Begrünte Fugen geben dem Areal Lebendigkeit.
 
Die Barrierefreiheit wird durch entsprechende Oberflächen des verwendeten Materials gewährleistet. So werden Übergänge aus Gehwegplatten über Kleinpflaster, von den großen Schwerlastplatten zu den Gebäudeeingängen gebildet. In selten frequentierten Bereichen können auch gröbere Pflastersteine eingesetzt werden.
 

Wild und naturnah: Grünräume und Bepflanzung 

 
Die Gesamtatmosphäre der Bepflanzung soll dem rauen Charme einer sich neu zu erschließenden Brache entsprechen und einen wilden, naturnahen Charakter haben, der durch Pionierarten gekennzeichnet ist.
 
Die bevorzugten Farben von Blüten oder Herbstlaub sind gelb, orange und weiß. Kleinsträucher, Stauden und Wiesenmischungen sind in drei bis vier Bepflanzungstypen für die flächige Bepflanzung vorgesehen. Je nach
Standort werden sie ausgewählt und wiederholen sich.
 

Ihr Kontakt

 

Philip Denkinger

Abteilungsleiter Grünflächen und Umweltschutz

Telefon: +49 781 82-2294
philip.denkinger@offenburg.de