Soll Dichtung Sinn stiften?
- 22.05.2025 -
In der Reihe „Literatur am Montag“ des Freundeskreises der Stadtbibliothek Offenburg wird Renate Tebbel am Montag, 2. Juni, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek am Beispiel von Fjodor Dostojewskis Werk „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ der Frage nachgehen, ob eine Dichtung sinnstiftend sein soll. Wie schafft er es in diesem Roman von schrecklichen Erlebnissen im sibirischen Arbeitslager zu berichten, die am Ende dennoch hoffnungsfroh und positiv stimmen?
Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass Dostojewski in seiner Biografie – zu der auch ein Aufenthalt in Baden-Baden gehört – alle Höhen und Tiefen der „condition humaine“ ausgelotet hat.
Er gilt heute als ein Dichter, der psychologische Erkenntnisse vorweggenommen hat. Kein Wunder, dass Sigmund Freud sagte, dass die „Brüder Karamasow“ der großartigste Roman sei, der je geschrieben wurde. Oder näher an unsere Zeit: In einem Artikel in der Zeitschrift „Mad in America“ hieß es: „Dostojewski ist ein Psychologe, von dem wir alle lernen können.“







