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Baumbericht

- 05.06.2025 - 

Knapp 21.000 Bäume sind im Offenburger Baumkataster verzeichnet, genauer: 20.886. Damit der Bestand auch gut gedeiht, gibt es quasi eine Rundum-Betreuung. Sage und schreibe 18.860 Bäume wurden im vorigen Jahr durch Fachleute der Stadtverwaltung und der Technischen Betriebe Offenburg (TBO) begutachtet. Das entspricht über 90 Prozent des Bestandes.

Vor dem Planungs- und Umweltausschuss schlüsselte Wolfram Reinhard, Baumschutzbeauftragter der Stadt, die Kosten dafür auf: Der finanzielle Aufwand für Pflege belief sich 2024 demnach auf gut 1,7 Millionen Euro, dazu kommt eine halbe Million für Nachpflanzungen. Noch vor zehn Jahren war die Stadtverwaltung mit einem Fünftel der Summe ausgekommen.

Allein für die Bewässerung von Jungbäumen wurden über 130.000 Euro aufgewendet. 2011 waren es 5.000 Euro –das entspricht einer Steigerung um 2.600 Prozent in 13 Jahren. Den Höchststand gab es allerdings im Jahr 2023 mit 282.000 Euro.

Die Explosion der Kosten für Pflege und Bewässerung erklärt sich vor allem durch den menschengemachten Klimawandel. Steigende Temperaturen und lange Trockenperioden bedeuten vor allem für einheimische Arten wie die Hainbuche erheblichen Stress.

Strenge Auflagen

Gefällt wurden im vergangenen Jahr 833 Bäume. 516, also fast zwei Drittel, entfallen dabei auf Wild- und Flächenwuchs.

Bleiben 317 gefällte Einzelbäume. Davon waren 196 (62 Prozent) bereits abgestorben, 60 waren unrettbar krank, 35 waren Sturmschäden zu Opfer gefallen. 23 Bäume standen in mangelhaften Quartieren.

Lediglich vier Bäume waren Baumaßnahmen zum Opfer gefallen – Beleg für die Sorgfalt, mit der die beteiligten Stellen der Stadtverwaltung Baumaßnahmen möglichst baumschonend planen.

Bauunternehmen haben strenge Auflagen zu erfüllen – etwa bei der Glasfaserverlegung oder beim Fernwärmeausbau. Bei Verstößen versteht die Stadtverwaltung keinen Spaß. So wurden im Februar wegen Beschädigung des öffentlichen Grüns zwei Strafanträge gestellt.