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Frankfurt am Main, Weimar, Bonn – und Offenburg

- 17.07.2025 - 

Das Netzwerk Verfassungsstädte ist ein Zusammenschluss von Städten unter dem Dach der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte. Die Mitglieder bekennen sich zu ihrer gemeinsamen Demokratiegeschichte und übernehmen die Verantwortung, das Wissen um diese Vergangenheit zu bewahren. Nach Frankfurt am Main, Bonn und Weimar hat jetzt Offenburg den Aufruf zum Beitritt erhalten. Die Mitglieder des Haupt- und Bauausschusses haben sich einstimmig für den Beitritt ausgesprochen. Der Beitritt ist als politisches Signal und Bekenntnis zu verstehen.

Dem Offenburger Salmen kommt als Verkündigungsort der "13 Forderungen des Volkes in Baden" eine herausragende Rolle in den deutschen Demokratie- und Freiheitsbewegungen zu. Viele der einstigen "Forderungen des Volkes in Baden" finden sich im Grundgesetz der Bundesrepublik wieder. Mit dem Beitritt wird insbesondere das historische Erbe des Salmen gewürdigt und Offenburg über das Prädikat Freiheitsstadt hinaus als Verfassungsstadt gewürdigt. Anders als die "AG Orte der Demokratiegeschichte" sind die Mitglieder im "Netzwerk der Verfassungsstädte" nicht einzelne Orte und Institutionen, sondern die Städte selbst. Die offizielle Aufnahme findet voraussichtlich im Oktober 2025 in Weimar statt – im Beisein des Bundesinnenministers.

Das Netzwerk unterstützt die Erforschung der Demokratiegeschichte. Es stellt sich der Aufgabe, erinnerungskulturelle Arbeit aktiv zu unterstützen, um die Lehren aus der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft nutzbar zu machen. Und es soll wachsen. Auf Nachfrage bei der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte sagte deren Leiter Christian Faludi, dass in einem ersten Schritt der Netzwerkerweiterung neben Offenburg Berlin, Erfurt, Heppenheim, Schwarzburg, Koblenz, Niederwald/Rüdesheim, Herrenchiemsee und Königstein/Taunus angefragt wurden. Weitere Orte früher Verfassungen und/oder Landesverfassungen sollen folgen.