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Finissage Why Not?

- 19.09.2025 - 

Am letzten Septemberwochenende ist letztmals die Sonderausstellung „Why Not? 150+ Jahre Vibratoren, Sex & Tabus“ geöffnet. Am Samstag, den 27. September bietet ein wissenschaftliches und musikalisches Rahmenprogramm nochmals die Möglichkeit, sich mit der Vielfalt dieser Ausstellung auseinanderzusetzen. 

Ab 17 Uhr ist der Eintritt ins Museum kostenfrei.
 
Um 15 Uhr führt die Kuratorin Dr. Nadine Beck durch die Sonderausstellungsräume und erläutert wissenschaftlich fundiert viel Wissenswertes zur Kulturgeschichte vibrierender Geräte. Beck promovierte zu diesem Thema an der Universität Marburg. Die Arbeit verfolgt einen multiperspektivischen Ansatz und zeigt anhand verschiedener Zeitschichten die Veränderungen in der Gesellschaft zwischen 1850 und heute auf. Lebendig und mit Augenzwinkern zeigt Nadine Beck auch in ihrer Führung durch die Sonderausstellung, wie sich diese gesellschaftlichen Veränderungen anhand der Entwicklung der Vibratoren widerspiegeln. 
 
Die Besucher*innen der Ausstellung hatten in den letzten Monaten auch die Möglichkeit, auf Fragekarten zur Ausstellung Feedback und Fragen zu äußern oder ihre Meinung in einem Besucherbuch einzutragen. Ein Teil dieser Karten wurde von Studierenden der Universität Freiburg ausgewertet. Die Ergebnisse sowie erweiterte Erkenntnisse einer Forschungsarbeit zum Thema Sextoys werden von Julia Marie Hoerschelmann um 17 Uhr präsentiert. 
 
Julia Marie Hoerschelmann studiert Empirische Kulturwissenschaft und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Masterarbeit besteht aus einer Gegenwartsanalyse der Diskurse und Praktiken rund um Sextoys. Durch diesen Forschungsschwerpunkt gelangte sie an das Museum im Ritterhaus und die Ausstellung "Why Not?", wo sie aussagekräftige Daten für ihre Forschung erheben konnte. Diverse Methoden der qualitativen Forschung (Interviews, Ethnographien etc.) ermöglichten ihr die Analyse der Ambivalenzen einer politisierten Aushandlung von Sex Toys festzustellen. 
 
Der Abschluss der Ausstellung gibt Anlass dazu, eine wissenschaftliche Perspektive auf das Ausstellen von und Reden über Sextoys anzubringen.
 
Den Abend beschließt die Coverband WHYNOT, die ab 19 Uhr das Museum mit Hits der sechziger und siebziger Jahre rockt und die Vibes der sexuellen Revolution in Ohren und Beine übergehen lässt. Rolf Leonhardt (Schlagzeug), Erwin Busam (Bassgitarre, Gesang), Hans Jundt (Sologitarre) und Frontmann Harry Braun (Gesang, Gitarre, Mundharmonikas) zeigen sich derart begeistert vom Ausstellungsthema, dass sie auf Honorar verzichten - die eingenommenen Spenden werden dem Verein Frauen helfen Frauen e.V. übergeben.