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Haupt- und Bauausschuss stimmt für die Fortschreibung von GO OG

- 25.09.2025 - 

17 Maßnahmen bis 2035

Innenstadt gr Mit 13 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme hat sich der Haupt- und Bauausschuss für die Fortschreibung des Innenstadtprogramms GO OG ausgesprochen. GO OG 2.0 definiert 17 Handlungsschwerpunkte für die Entwicklung der Innenstadt bis 2035.

Zwei Drittel der Maßnahmen des ursprünglichen GO OG-Konzepts seien mittlerweile umgesetzt oder derzeit noch in Bearbeitung, wie Silke Moschitz, Leiterin Stadtentwicklung, in der Sitzung betonte. Für die Fortschreibung des Konzepts geht die Verwaltung von einem Finanzierungsbedarf von insgesamt 1,4 Millionen Euro aus, wobei 800.000 Euro Restmittel aus dem alten Programm in GO OG 2.0 übernommen werden können.

Unter anderem stellte Moschitz die räumlichen Schwerpunkte von GO OG 2.0 vor. Bei diesen handelt es sich unter anderem um die Hauptstraße, die zur Flaniermeile ausgebaut werden soll, und die südliche Altstadt. Hier sollen beim Gerichtsparkplatz die direkt an das Museum angrenzenden Flächen ohne großen Aufwand und unter dem Verlust von lediglich zwei Parkplätzen zu einer Art Vorplatz des Ritterhauses umgestaltet werden. Linda Schneider, Fachbereichsleiterin Hochbau, Grünflächen und Umweltschutz, präsentierte zudem drei Varianten zur Umgestaltung des Pagoden-Platzes. Derzeit sei dieser "ungeordnet und unattraktiv". Zudem seien Müll, Tauben und die Toilettensituation problematisch.

Roland Müller (CDU/FDP-Fraktion) signalisierte grundsätzliche Zustimmung seiner Fraktion. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung von Parkplätzen. Die geplanten neuen Standorte für die wechselnden Imbisswagen am Pagoden-Platz bezeichnete er als nicht besonders gelungen. Insgesamt gehe seiner Fraktion die Vorlage in einigen Punkten zu weit. Norbert Großklaus (Grüne) sprach sich für die Umgestaltung des Gerichtsparkplatzes zur "grünen Oase" aus. Das käme seiner Ansicht nach auch den anliegenden Geschäften zugute. Für die Freien Wähler Offenburg plädierte Tobias Isenmann wiederum gegen eine solche Umgestaltung. Bei den Pagoden favorisiert er eine oberirdische Toilette. GO OG 2.0 sei reich an Ideen, die Umsetzung erfordere aber Augenmaß. Taras Maygutiak (AfD-Fraktion) sagte, dass seine Fraktion nicht generell gegen Maßnahmen in der Innenstadt sei, aber diese „dürfen nicht auf Kosten von Parkplätzen gehen“. Zudem seien zu viele verkehrsberuhigte Zonen nicht zielführend. Martina Bregler (SPD) hob das Potential des Gerichtsparkplatzes als „grüne Lunge“ der Stadt hervor und betonte die negativen Seiten des Parksuchverkehrs der Anlieger*innen. Silvano Zampolli monierte für die Freien Bürger Offenburg (FBO), dass in der Vorlage die „Rechnung ohne den Wirt“ gemacht worden sei. Einen Wegfall der Parkplätze am Gerichtsparkplatz lehnte er ab. Die Pläne für "Luxussanierung" des Pagoden-Platzes ebenfalls.

Mehrere Räte äußerten zudem Kritik an den Plänen für die Baumreihen am Stadtbuckel. Der Grund: Diese sollen den aktuellen Planungen zufolge in einem Teilbereich auf elf Quadratmetern in den derzeitigen Außensitz des Restaurants Sonne hineinragen. Norbert Großklaus und Tobias Isenmann forderten, dass die Planungen so angepasst werden sollten, dass sie den Außenbereich der "Sonne" nicht beeinträchtigten. Martina Bregler sorgte sich, dass die Bäume den Blick auf das historische Gebäude beeinträchtigen könnten.