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Feierliche Aufnahme Offenburgs als Verfassungsstadt an geschichtsträchtiger Stelle in Weimar

- 01.10.2025 - 

Im Zeichen der Demokratie

Verfassung ges Im Vorfeld des 35. Jahrestages der Deutschen Einheit ist Offenburg dem Netzwerk Verfassungsstädte beigetreten. Im "Haus der Weimarer Republik" durfte OB Marco Steffens am Dienstag die Urkunde entgegennehmen. "Wir leben die Demokratie jeden Tag", versicherte der Oberbürgermeister selbstbewusst.

Vor großer Kulisse: OB Marco Steffens (M.) mit weiteren Vertreter*innen der Verfassungsstädte.

Mit Offenburg sind Berlin, Erfurt, Rüdesheim am Rhein, Koblenz und Königstein im Taunus aufgenommen. Gründungsstädte sind Weimar, Frankfurt und Bonn: Dieses Trio hat das Netzwerk anlässlich des 175. Jahrestags des Zusammentritts der Frankfurter Nationalversammlung 2023 gegründet.

Gastgeber Stephan Zänker vom Verein "Weimarer Republik" unterstrich, dass es nicht den einen Moment der deutschen Verfassung gebe; dass bis zum Grundgesetz mehrere Anläufe nötig gewesen seien. Alle Mitglieder des Netzwerks tragen ihren Teil zur Verfassungsgeschichte bei. Immer wieder wurde beim Festakt betont, dass es gegenwärtig besonders wichtig sei, für die demokratischen Werte einzustehen und Haltung zu zeigen. Das Netzwerk der neun Städte hat sich auf seine Fahnen geschrieben, diese Werte mit Leben zu füllen.

OB Steffens bezeichnete den Offenburger Salmen, den Versammlungsort der Entschiedenen Freunde der Verfassung 1847, als "absoluten Lichtpunkt und Glücksmoment". Mitglied in dem Netzwerk zu sein, bedeute große Freude und Verantwortung zugleich.

Die Erklärung des Netzwerks:

Das Netzwerk Verfassungsstädte bekennt sich zu seiner gemeinsamen Demokratiegeschichte. Die Mitglieder des Netzwerkes übernehmen gemeinsam Verantwortung, das Wissen um diese Vergangenheit aktiv zu bewahren.

Das Netzwerk Verfassungsstädte unterstützt die Erforschung der Demokratiegeschichte. Die Auseinandersetzung mit Demokratiegeschichte leistet einen wichtigen Beitrag, die Gesellschaft und das politische System der Bundesrepublik zu stärken. In diesem Bewusstsein nehmen die Mitglieder des Netzwerks die Aufgabe an, erinnerungskulturelle Arbeit aktiv zu unterstützen, um die Lehren aus der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft nutzbar zu machen.

Das Netzwerk Verfassungsstädte engagiert sich für die Vermittlung von Demokratiegeschichte. Die Errungenschaften der Demokratiegeschichte müssen immer aufs Neue erkämpft und verteidigt werden. Die Mitglieder des Netzwerkes leisten dazu ihren Beitrag, indem sie aktiv Projekte und Institutionen unterstützen.

Das Netzwerk Verfassungsstädte verpflichtet sich zur Kooperation. Sowohl zur Erarbeitung demokratiegeschichtlicher Projekte als auch zur Verknüpfung von Institutionen bedarf es des ständigen Austauschs. Die Mitglieder im Netzwerk Verfassungsstädte verpflichten sich daher, alljährlich zusammenzutreten und die Kooperation darüber hinaus aktiv zu gestalten.

OB Marco Steffens bei der Unterzeichnung.