Zur Halbzeit – das Projekt startete 2022 – stellte Stefan Faas, Professor und Leiter des Zentrums für Qualitätsforschung und Monitoring in der Kinder- und Jugendhilfe (ZQM) an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, erste Ergebnisse vor: der Förderbedarf der an der additiven Sprachförderung teilnehmenden Kinder in den sechs Modelleinrichtungen sinkt signifikant gegenüber den einbezogenen Kindern der Vergleichseinrichtungen.
Diskussionsrunde
Die Empfehlung nach regelmäßigen Vorlesezeiten wird dabei mit Unterstützung der Lesewelt Ortenau e.V. umgesetzt. Bereits 30 Minuten wöchentliche Vorlesezeit schaffen einen enormen Bildungsvorsprung.
Bei der anschließenden Diskussionsrunde legten die Teilnehmenden ihre Standpunkte dar. Dabei wurde der Wunsch nach einem bedarfsgerechten Einsatz von Sprachförderkräften laut. Diese müssten gezielt dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden, zusätzlich zu den 22 bereits tätigen Fachkräften sei je Einrichtung eine weitere Stelle einzuplanen, so eine der Erkenntnisse aus dem bisherigen Projektverlauf.
frühestmögliche Förderung
Bereits im ersten Kindergartenjahr müsse Sprachförderung bei den Dreijährigen ansetzen und nicht, wie bisher im Land, erst punktuell im dritten Kindergartenjahr. Dabei sei die frühe – und somit auch rechtzeitige – Sprachförderung essenziell für die weitere Entwicklung, wie Alt-OB Wolfgang Bruder, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender, zu Beginn der Veranstaltung darlegte.
Sollte das nicht gelingen, seien Schulabschlüsse und ein erfolgreiches Berufsleben nur schwer erreichbar beziehungsweise nahezu ausgeschlossen.








