Frau Tauch, was hat Sie bewogen, den Film „Aufbruch“ zu drehen?
Kristine Tauch: Mein Filmkollege Matthias Gathof hat mich dazu bewogen. Er hat mir Texte von Huschke Mau und Manuela Schon zugesendet und mich dann gefragt, ob ich Interesse habe mit ihm einen Film über Prostitution zu machen. Nach den ersten beiden Texten war ich bereits so ergriffen (schockiert), dass ich zusagen musste.
Wer sollte sich diesen Film anschauen?
Tauch: Wir haben den Film speziell für junge Menschen, ab zirka 20 Jahren, gemacht. Denn ich glaube, es ist gut, wenn man die Mythen und Lügen der Prostitutionslobby frühzeitig durchschaut. Noch lieber wäre es mir, wenn viele Sexkäufer den Film sehen, um sich selbst zu hinterfragen. Der Film hat sicher bereits ein paar von ihnen erreicht, aber das ist vermutlich die Minderzahl im Publikum.
Verbinden Sie mit Ihrem Film ein politisches Anliegen?
Tauch: Ich verbinde mit dem Film ein gesellschaftliches Anliegen (damit ist es wohl politisch): Menschen sind keine Ware. Wenn wir uns Menschen nicht nur als Gesellschaft, sondern als Gemeinschaft ansehen, in der wir alle gleichwürdig sind, dann ist es ein Unding sich gegenseitig zu kaufen.
Über den Film:
Welche Ursachen und welche Wirkung hat die Legalisierung von Sexkauf? In diesem Dokumentarfilm wird anhand der Geschichten von Menschen mit langjährigen und vielfältigen Erfahrungen verständlich, wie sich Prostitution und Sexkauf auf die Einzelnen und die Gesellschaft auswirken.
Film & Filmgespräch:
„Aufbruch – Sexkauf und Prostitution überwinden“, Freitag, 23. Januar, 19 Uhr, Forum Kino Offenburg, Hauptstraße 111, in Kooperation mit der VHS Offenburg.
VVK und Abendkasse fünf Euro/VVK über Forum Kino.
Diese Veranstaltung begleitet die Sonderausstellung „gesichtslos“, die bis zum 22. März im Museum im Ritterhaus Offenburg gezeigt wird.








