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Technischer Ausschuss begrüßt Silo-Anlage, Bewirtschaftung Gifiz-Parkplatz und Baumquartiere

- 05.02.2026 - 

TBO: viel Neues im neuen Jahr

Technische Betriebe ges Die Technischen Betriebe (TBO) investieren in eine Salz-Siloanlage mit integrierter Soleanlage. Die Kosten betragen 1,37 Millionen Euro. Zudem soll der Parkplatz des Gifiz-Strandbads bewirtschaftet und ein Entwicklungskonzept für die Bäume entwickelt werden.

So ähnlich wie bei der Firma Holten wird die neue Siloanlage der TBO auf dem Betriebsgelände an der Kinzigstraße aussehen.

Einstimmig haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses am Montag den Bau der Silo-Anlage begrüßt und folgten damit dem Votum des Ortschaftsrats Waltersweier. Wie TBO-Liegenschaftenchef Reno Beathalter ausführte, wurde das Streusalz bislang in einer Halle auf dem Betriebsgelände der TBO gelagert. Tragende Bauteile zeigten starke Korrosionsschäden, so dass die Standsicherheit gefährdet war. Das Gebäude wurde zwar saniert, als Schüttgutlager ist es aufgrund der beschränkten Füllhöhe aber nicht mehr zu gebrauchen.

Während die Halle künftig als Umladestation für den Müll genutzt wird, werden seitlich der Fahrzeughalle zwei Silos aufgestellt – mit einem Füllvolumen für jeweils 250 Tonnen Salz. Bislang konnten an der Kinzigstraße lediglich 200 Tonnen deponiert werden, 300 Tonnen wurden im ehemaligen Munitionslager im Stadtwald aufbewahrt. "Mit dieser Lösung kann die gesamte Salzmenge vor Ort vorgehalten werden", freut sich Beathalter. Damit entfalle die Logistik für den Transport, wertvolle Ressourcen lassen sich einsparen. Die Fahrzeuge können direkt unter das Silo fahren und in Minutenschnelle beladen werden. Die Befüllung mit der Sole erfolgt künftig direkt daneben. "Wir sparen enorm viel Zeit." Auf Nachfrage erklärte TBO-Chef Alex Müller, dass Sole auch präventiv gestreut werde, Festsalz hingegen bei einer geschlossenen Schneedecke eingesetzt. Im Herbst 2026 wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Schrankenlos

Der Gifizparkplatz mit seinen 370 Stellplätzen soll schrankenlos bewirtschaftet werden. Wobei die ersten drei Stunden kostenfrei sind und das Tagesticket beim Besuch des Bades und/oder der Gastronomie bei 2 Euro liegt. Für andere Parkende wird ein Tagespreis von 15 Euro berechnet. Die Erfassung des Fahrzeugkennzeichens erfolgt mittels einer speziellen Kamera. Bezahlt werden kann am Kassenautomaten bar oder per Karte, auch eine App steht zur Verfügung. Auf Nachfrage wurde klargestellt, dass die Erfassung der Kennzeichen nach dem Begleichen der Rechnung rückgängig gemacht wird. Die Kosten für das Bewirtschaftungssystem liegen bei rund 75.000 Euro. Die TBO erhalten die Gebühren. Mit einer Amortisation wird nach drei bis vier Jahren gerechnet. Fertiggestellt werden soll das Erfass-System vor Beginn der diesjährigen Badesaison im Mai.

Überplant werden soll zudem die gesamte Parkierungsanlage. Die Wurzeln der Platanen sorgen für deutliche Verwerfungen der Asphaltdecke, wodurch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt ist. In einem Pilotprojekt geht es darum, fünf Bäume an der Zufahrt von der Platanenallee mit einem Wurzelkammersystem zu versorgen, um die Wurzeln in die Tiefe wachsen zu lassen.

Wurzelkammersystem

Der Boden erhält eine kontinuierliche und zuverlässige Belüftung. Im Herbst dieses Jahres soll begonnen werden. Noch haben sich die Fachleute nicht für eine Baumart entschieden. Fest steht jedoch, dass es sich nicht um Platanen handeln wird. Die Verwaltung will die Anregung aufgreifen, verschiedene Baumarten zu testen.