Viel Lob gab es für die Umsetzung der bio.og-Erfolgsgeschichte unter der Federführung der städtischen Freiraumplanerin Stefanie Birk. Von 2018 bis 2025 seien in der Kernstadt insgesamt etwa 5,3 Hektar Blühwiesen durch Einsaaten entstanden, informierte Denkinger. Im Zeitraum von 2018 bis zum Frühjahr 2025 habe die Stadt Offenburg in der Kernstadt insgesamt rund 6.800 Quadratmeter an extensiven Staudenpflanzungen realisiert. Seit 2021 wurde auch in den Ortsteilen über 3.500 Quadratmeter Wieseneinsaaten mit gebietsheimischem Saatgut umgesetzt. Kritisch merkte er die oft unsachgemäße Nutzung der Wiesenflächen bei Bauprojekten durch externe Firmen an, die darauf ihre Materialien zwischenlagerten.
Mit Schulen und Kitas
Seit Oktober 2020 gibt es das städtische Förderprogramm zur Entsiegelung von Schottergärten, befestigten Höfen, Dachflächen und Fassaden. Bisher sind insgesamt 16 Förderanträge eingegangen. Dabei wurden vorwiegend Dachbegrünungen favorisiert. Verschiedene Aktionen wie Einsaat-Initiativen mit Kindergartengruppen und Schulklassen, der Foto-Wettbewerb „Nach dem Vorbild der Natur“, die Veranstaltungsreihe „Klimafit im Quartier“ oder Klima-Stadtspaziergänge und Schulgarten-Wettbewerb, eine Gemeinschaftsveranstaltung von Stadt und Umweltzentrum Ortenau, sorgten für eine Steigerung der Biodiversität. "Besonders wichtig ist uns, Schulklassen und Kindergartenkinder in diese Aktionen einzubinden, damit diese einen Bezug zu den Aktionen bekommen", erklärte Denkinger.
Auch die Neueinführung des Strauchangebots im Rahmen der Hochstammverkaufsaktion verlief mit 384 verkauften Sträuchern erfolgreich. Die laufenden Projekte wie Baumpatenschaften, Förderung der Naschobst-Aktion, Urban Gardening-Projekte sowie Fassadenbegrünungen und die Entwicklung von Streuobstwiesen werden 2026 fortgeführt.
Geplante Projekte
Für dieses Jahr stehen unter anderem weiter auf dem Plan die Entsiegelung und ökologische Aufwertung des Kirchplatzes um die evangelische Stadtkirche, die Wildblumen-Einsaat am Kreisel Südring L99/K5326 und die extensive Dachbegrünung des Gebäudes der Kindertagesstätte Mühlbachhopser, "um auch die Temperatur im Gebäude herunterzubekommen", so Denkinger. In Zusammenarbeit mit dem NABU Offenburg werden Wohnbaugesellschaften informiert, bei der Gebäudesanierung Nisthilfen für Mauer- und Alpensegler mit einzuplanen. Für den Doppelhaushalt 2026/27 wurden insgesamt Mittel in Höhe von 160.000 Euro beantragt. Einstimmig votierte der Planungs- und Umweltausschuss für die Aktionen.








