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Bis 29. März Internationalen Wochen gegen Rassismus in Offenburg

- 12.03.2026 - 

30 Veranstaltungen für Vielfalt und Menschenwürde

Offene Stadt ges Für Vielfalt. Für Menschenwürde. Gegen Rassismus: Diese drei Leitbegriffe prägen das Programm der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) in Offenburg. Rund zwei Wochen lang finden rund 30 Veranstaltungen statt, darunter Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Fortbildungen, Filmabende und ein Pub-Quiz.

Gegen Rassismus (v.l.): Christoph Heimel, Annalena Bürk, Anne Stolle, Hellen Bolig-Soarte, Halit Yilmaz und Manvendra Rathore.

"Wir leben in einer paradoxen Situation", sagt Christoph Heimel, der städtische Teamleiter Integration. Auf der einen Seite sei Deutschland auf Zuwanderung angewiesen, allein der Arbeitsmarkt würde ohne Unterstützung von Menschen aus anderen Ländern nicht funktionieren. Auf der anderen Seite nehmen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu. Mit der Teilnahme an den IWgR will Offenburg deutlich machen: "Unsere Stadtgesellschaft lebt von der Vielfalt." Es gehe darum, gegen Fremdenfeindlichkeit eine klare Haltung zu beziehen. Rund 45 Institutionen, Vereine und Initiativen stemmen gemeinsam die Veranstaltungen und setzen damit ein sichtbares Zeichen für Menschenwürde und gegen Rassismus.

Nach der Eröffnung am vergangenen Samstag erfolgt am Montag, 16. März, der offizielle Start. So berichten Schutzsuchende an Offenburger Schulen über die Gründe ihrer Flucht, ihren Weg nach Deutschland, die Ankunft und die Zeit danach (organisiert von der Flüchtlingshilfe Rebland). "Heimat suchen – Heimat finden" heißt ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Erwachsenenbildung mit Netzwerkpartner*innen. Das Institut für deutsche Sprache (IdS) und das Integrationsbüro bieten am Nachmittag des 20. März Kreativangebote. Die Beiträge werden in einer öffentlichen Ausstellung im Herbst vorgestellt. Der Kreativ-Nachmittag im SFZ Uffhofen richtet sich an Kinder, der Mal- und der Schreibworkshop im IdS an Erwachsene. Halit Yilmaz und Manvendra Rathore werben für das Café der Kulturen, zu dem die Ehrenamtsgruppe Wir lernen Deutsch (WilD) einlädt. In gemütlicher Atmosphäre treffen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen, kommen miteinander ins Gespräch und erleben Vielfalt. Treffpunkt ist am 20. März um 15 Uhr in der Info-Tanke, Okenstraße 30a.

Miteinander heimisch werden heißt es bereits zum vierten Mal, wenn am 27. März in der Villa Bauer zum Abend für Frauen aller Nationen geladen wird. Akteurin Hellen Bolig-Soarte gerät ins Schwärmen und bezeichnet das kreative Miteinander als "richtig schön". Sie selbst bietet Tanzen an, damit lasse sich wunderbar Druck abbauen. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

Eine interne Fortbildung für städtische Mitarbeitende findet am 23. März statt: Die Teilnehmenden lernen rassismuskritische Perspektiven kennen und erhalten Tipps im Umgang mit diskriminierenden Situationen. Die Bank gegen Rassismus, die vor dem Rathaus und bei den Werres-Vögeln steht, kann wieder über beide Aktionswochen genutzt werden. Am 21. März feiert die Regionalgruppe Offenburg "Aufstehen gegen Rassismus" ihren zehnten Geburtstag (10 – 17 Uhr, Glaserstraße 8). Bis 21. April läuft die Ausstellung "Was ihr nicht seht!" im Salmen: Dabei geht es um Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben.

Weitere Infos: www.offenburg.de/wochen-gegen-rassismus