Direkt zum Hauptinhalt springen

Vorstellung der Kriminal- und Unfallstatistik fürs vergangene Jahr

- 19.03.2026 - 

Weniger Straftaten

Kriminalität ges Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Straftaten in Offenburg leicht zurückgegangen. Damit folgt das Oberzentrum einem landesweiten Trend. Als Erklärung werden die verstärkten Kontrollen der Bundespolizei an Deutschlands Außengrenzen angeführt, die weniger Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz zur Folge haben.

Freuen sich über rückläufige Kriminalität (v.l.): OB Marco Steffens, Alexa Adelmann, städtische Fachbereichsleiterin Bürgerservice, und Guido Kühn, Leiter der Polizeidirektion Offenburg.

Insgesamt hat die Offenburger Polizei 6026 Straftaten im vergangenen Jahr registriert, 15,6 Prozent weniger als 2024. Die Aufklärungsquote lag bei 64,1 Prozent und damit um 4,4 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. 224 Mal wurde gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen, 496 Personen wurden beim Schwarzfahren erwischt – Rückgänge um rund 50 Prozent. Es gab einen Mord und vier Mal versuchten Totschlag; 619 Ladendiebstähle, 421 Fahrraddiebstähle. Diebstähle bilden mit 35,4 Prozent die meisten Straftaten, gefolgt von sonstigen Delikten (18,7 Prozent), Rohheitsdelikten (12,2 Prozent) und Betrug (9,3 Prozent). Unterm Strick passieren in Offenburg pro Einwohner*in etwa so viele Straftaten wie in Mannheim und Freiburg. Auch wenn die Fahrraddiebstähle um 22,4 Prozent zugenommen haben: Im Vergleich zu einer Radhochburg wie Freiburg werden in der Kinzigstadt deutlich weniger Drahtesel geklaut. 45 Mal wurde im vergangenen Jahr in Wohnungen eingebrochen. Diese Zahl ist seit 2021 ansteigend: "Hier investieren wir viel", betont der Leiter der Polizeidirektion Offenburg, Guido Kühn. Wer seine Wohnung beziehungsweise sein Haus besser schützen will, kann sich mit diesem Anliegen direkt an die Polizei wenden. 124 Fälle von häuslicher Gewalt wurde 2025 registriert. Rückläufig seien die Aggressionsdelikte, so Kühn, auch gebe es keine verstärkte Kinder- und Jugendkriminalität. Gesorgt werde für eine hohe Präsenz in der Innenstadt, was für ein verstärktes Sicherheitsgefühl sorge.

Alexa Adelmann, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, unterstrich, dass im Bereich Kommunale Kriminalprävention viel gemacht werde: "Das müssen wir noch stärker kommunizieren."