Der 1974 in Vilshofen geborene Künstler widmet sich in seinen Ölgemälden verlassenen Arbeitsstätten und Industrieruinen wie Fabriken und Werkstätten. Sogenannte ‚Lost Places‘ ziehen in die Bildwelt des gelernten Kirchenmalers ein, der seit 2011 als freischaffender Künstler tätig ist. Inspiration bieten reale Orte, vor allem in Ostdeutschland.
Mit überraschenden Trompe-l’oeil- Effekten und dreidimensionalen Installationen täuscht der Künstler die Augen. Denn es sind keine fotografischen Aufnahmen dieser Orte, sondern altmeisterlich gemalte Bilder, die der im Bayerischen Wald lebende Künstler Stefan Bircheneder in aufwändiger Lasurtechnik auf die Leinwand bannt.
Die Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und deren Veränderungen ist Bircheneders Grundthema. In den Bildern fallen Lichtstrahlen durch eingestürzte Dächer auf den Boden; Moose und Farne erobern sich die geräumten Industrielandschaften langsam zurück; Mobiliar wie Tische und Stühle stehen einsam herum und abgeplatzte Waschbecken und in Regalen aufgereihte Ordner verweisen als Überbleibsel ihrer Zeit auf einen längst vergangenen Arbeitsalltag. Neben den zweidimensional angelegten Gemälden überträgt Bircheneder seine Arbeit auch ins Dreidimensionale. Aus mehreren Leinwänden lässt der Künstler unter anderem Dusch- und Toi-lettenkabinen entstehen, die sich zu raumgreifenden Installationen entfalten.
Familienführung am Museumstag, 18. Mai, 15 Uhr, Eintritt frei.








