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Teile des "Sensationsfundes" in der Hauptstraße werden in eine Installation eingebettet

- 18.06.2025 - 

Zeugensteine werden ausgestellt

Denkmalpflege gr In einer begehbaren Informationsstation sollen die vor fünf Jahren vom Landesamt für Denkmalschutz gesicherten historischen „Zeugensteine“ künftig präsentiert werden. Einem entsprechenden Verwaltungsvorschlag hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt. Die Installation soll an der Einmündung der Gustav-Reé-Anlage/Hauptstraße und zum Ausgangspunkt von Stadtführungen fungieren.

Teile der 2020 entdeckten Mauerreste werden ausgestellt. Archivfoto: Stadt

Die nun beschlossene begehbare Installation aus einem leichten Stahlgerüst verzichtet auf die Ausstellung der kompletten Brückenpfeiler und benötigt deshalb lediglich sieben Qua-dratmeter Platz. Stattdessen sollen die vom Landesdenkmalamt gesicherten „Zeugensteine“ darin integriert werden.

Zusätzlich wird die Installation mit doppelseitig nutzbaren Schautafeln ausgestattet sein. Damit erfüllt die Stadt gleich mehrere Ziele gleichzeitig. Zum einen werden die archäologischen Entdeckungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ohne dass dafür ein großflächiger Ausstellungsort benötigt wird. Und zum anderen dient die Station als Ausgangspunkt für Stadtführungen und soll das touristische Angebot bereichern.

Der spektakuläre Fund schlug nach seiner Entdeckung im Jahr 2020 Wellen. Im Zuge des Neubaus der Hauptstraße 52 wurden zunächst zwei historische Pfeiler einer Brücke entdeckt, die einst den historischen Stadtgraben überspannte. Durch einen eingebauten Werkstein konnten sie auf das Jahr 1669 datiert werden. Archäologen legten zudem Reste einer Wachstube mitsamt Türsturz aus dem Jahr 1647 sowie zwei Schießscharten frei.

Das Landesamt für Denkmalpflege stufte die Erkenntnisse zur Offenburger Stadtbefestigung als wissenschaftlich bedeutsam ein. Die Brückenpfeiler wurden anschließend geborgen und im ehemaligen Munitionsdepot im Stadtwald eingelagert.