Wie es sich für engagierte Programmplaner*innen gehört, sind Haury und Schleyer Feuer und Flamme für das Angebot in der neuen Saison. Die Kulturfans können sich für vier Festabos und ein Wahlabo entscheiden – bei letztgenanntem ist neu, dass jetzt auch die Oberrheinkonzerte aufgenommen werden können. Wer die Wahl hat, hat die Qual? Um diesen unangenehmen Zustand zu vermeiden, können sich die Kulturbegeisterten für alle 18 Veranstaltungen entscheiden, die im Rahmen der verschiedenen Abos in der Halle auf dem Messegelände geboten werden.
Zwei Theaterabos
Fürs Theater gibt es zwei Abos: beim einen (I) ist laut Antje Haury "Lachen garantiert", beim zweiten (II) geht es "etwas ernster zu". Letztlich sei es Geschmacksache. Los geht es auf jeden Fall am 10. Oktober mit dem "Mord auf Schloss Haversham" (II), einer Kriminalkomödie, die von der Badischen Landesbühne Bruchsal gerade "tourneefähig" gemacht wird. Freund*innen des englischen Humors werden auf ihre Kosten kommen.
Eine Woche später heißt es "Es war eine Lerche" (I) – Ephraim Kishon hatte die Geschichte von Romeo und Julia weitergesponnen und aus dem berühmtesten Liebespaar der Welt ein seit 30 Jahren verheiratetes Ehepaar mit all seinen Alltagssorgen gemacht; mit viel Spielfreude vom Neuen Globe Theater Potsdam umgesetzt.
Am 26. November präsentiert das Théatre National Luxembourg mit dem Renaissance Theater Berlin "Stahltier. Ein Exorzismus" (II). Das Auftragswerk wirft Fragen zur Integrität und Menschlichkeit Kulturschaffender in Zeiten der Diktatur am Beispiel von Leni Riefenstahl auf. Der Leiter der Jungen Theaterakademie, Paul Barone, wird bereits um 19 Uhr in das Stück einführen.
Mit einem "Road Trip through the Länd" warten die Blues Brothers (II) am 30. Januar auf. Die Württembergische Landesbühne zeigt eine temporeiche und energiegeladene Bühnenversion frei nach dem Kultfilm von John Landis, mit viel schwäbischem Lokalkolorit und Live Band.
Am 13. März wird die Familie Flöz mit "Hokuspokus" (II) zu Gast sein und Offenburgs Beitrag zur Puppenparade vorstellen. Die Theatercompany kommt fast ohne Worte aus, bedient sich starrer Masken und berichtet auf charmante und lebenskluge Weise von der Absurdität des menschlichen Seins.
Drei Tanzabende
Tanz in all seinen Facetten wird an drei Sonntagen ab 19 Uhr geboten: Den Anfang macht die Philadelphia Dance Company mit "Philadanco", gefolgt von "Tutu" mit Chicos Mambo und "Marrow" mit dem Australian Dance Theatre. Und dann gibt es noch die ambitionierte Oberrhein Konzertreihe, die Bratschen-Klavier-Duo bis zum Sinfonieorchester fast die ganze Bandbreite an Klassik-Besetzungen aufbieten kann.
Weitere Infos: www.kulturbuero.offenburg.de








