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Gymnasien am begehrtesten – Aus für Werkrealschul-Abschluss

- 24.07.2025 - 

Schulen in der Statistik

Schulen cl Die Offenburger Gymnasien haben mit 17,6 Prozent von allen Schularten den geringsten Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Über die Jahre ist allerdings eine kontinuierliche Steigerung festzustellen. Im Schuljahr 2017/18 waren es 9,2 Prozent.

Potenzieller Ankerstandort für einen Realschul-Verbund: die Theodor-Heuss-Schule im Schulzentrum Nordwest.
Damit hat sich die Quote fast verdoppelt.

Mit 58,8 Prozent den höchsten Anteil an Schüler*innen mit Migrationshintergrund im laufenden Schuljahr hat die Eichendorff-Gemeinschaftsschule. Es folgen die Werkrealschulen (54,3 %), das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Waldbachschule (49 %) und die Realschulen (44,4 %). In den Grundschulen haben 40 Prozent der Kinder Migrationshintergrund. Vor acht Jahren waren es 36,4 Prozent.

Das geht aus der Statistik hervor, die alle Schulen in Trägerschaft der Stadt erfasst. Sie wurde vergangenen Montag dem Ausschuss Bildung, Soziales und Sport vorgelegt.

Eine Person hat Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Das gilt auch dann, wenn die Staatsangehörigkeit mittlerweile erworben wurde.

Insgesamt besuchen derzeit 6.078 Kinder und Jugendliche die städtischen Schulen. Das entspricht etwa dem Mittelwert aller Schuljahre seit 2016/17. Begehrteste weiterführende Schulart ist das Gymnasium. Dorthin wechseln 42 Prozent der Kinder nach der Grundschule. Die Gymnasien in städtischer Trägerschaft beschulen derzeit 2.235 Zöglinge. 34,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 14 städtischen Grundschulen wechseln nach der vierten Klasse in die Realschulen. Gemeinschafts- und Werkrealschulen kommen zusammen auf einen Anteil von 21,2 Prozent.

Gesetzesänderung

Auf die Realschulen und Werkrealschulen kommen gravierende Änderungen zu. Das Anfang des Jahres beschlossene Schulgesetz für Baden-Württemberg verlangt das Aus für den Werkrealschul-Abschluss bereits im übernächsten Schuljahr. Der Ausschuss diskutierte deshalb verschiedene Verbund-Modelle der beiden Werkrealschulen mit den beiden Realschulen. Einen Beschluss dazu soll es später geben.

Grundschulen ertüchtigt

Für den Ganztagesbetrieb ertüchtigt werden die Grundschulen in Fessenbach, Griesheim, Rammersweier und Zunsweier durch An- und Umbauten. Baubeginn ist im August 2026, Fertigstellung im Juli 2027, berichtete Clemens Schönle, Abteilungsleiter Planungen. Die Kosten liegen bei 6,9 Millionen Euro. 4,4 Millionen bringt die Stadt aus Eigenmitteln auf.