Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp: "Müssen Haushaltsdisziplin wahren"
2024 konnte sich Offenburg indes nicht beklagen. Mit rund 100 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen wurde das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Auch 2025 sind die Einnahmen höher als zuvor erwartet. Statt einer Verschlechterung von 15 Millionen Euro liegt die Prognose nun bei einem Defizit von 4,7 Millionen Euro. Also rund neun Millionen Euro besser. Grund dafür sind abermals die sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen. Beginnend ab 2026 erwartet der Finanzbürgermeister aber herausfordernde Zeiten. Die Verwaltung prognostiziert von 2026 bis 2028 – ohne mögliche Optimierungen und Anpassungen – ein Defizit von 60 Millionen Euro, welches sich vor allem auf die steigende Kreisumlage, gestiegene Personalkosten und Kostensteigerungen bei investiven Maßnahmen zurückführen lässt. Unklarheiten gebe es unter anderem bei der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Bundes- und Landesförderung für die Finanzierung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung. Sein Appell an die Ratsmitglieder: "Wir müssen nun Haushaltsdisziplin wahren und den Mut haben, Dinge zu verschieben."







