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Gut vorbereitet bei Stromausfällen: Städtischer Leitfaden hilft

- 15.08.2025 - 

Das Licht flackert auf und erlischt, der Kühlschrank verstummt und das Handy hat keinen Empfang mehr: Wenn der Strom ausfällt, kann guter Rat teuer sein. Aus diesem Grund hat die Stabsstelle für außergewöhnliche Ereignisse einen Leitfaden erstellt, der Bürgerinnen und Bürgern mithilfe von Checklisten und Tipps wichtige Informationen für den Ernstfall liefert.

Zwar gilt ein länger andauernder Stromausfall in Deutschland als unwahrscheinlich, aber ausschließen kann man ein solches Ereignis nicht. Um vorbereitet zu sein, rät Stabstellenleiter Dr. Erwin Drixler Bürgerinnen und Bürgern zur Vorsorge und zur Beachtung einiger Regeln. 
 
Krisenvorsorge beginnt im Vorratsschrank: Deshalb empfiehlt die Stabsstelle Haushalten pro Person je 25 Liter Trinkwasser, 3,5 Kilogramm Getreideprodukte und 2,5 Kilogramm Konserven vorrätig zu haben (vollständige Liste online im Flyer verfügbar). Auch für Haustiere sollte ein Notvorrat angelegt werden. Darüber hinaus sollte jeder und jede über eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, ein batteriebetriebenes Radio und einen Campingkocher verfügen.
 
Warn-Apps wie NINA oder KATWARN sollten installiert sein. So können bei Netzausfällen Warnungen per Cell Broadcast direkt auf das Smartphone gesendet werden. Falls das Mobilfunknetz ausfallen sollte, können die erwähnten Batterieradios oder alternativ Autoradios/Kurbelradios genutzt werden. Erste-Hilfe-Kästen gehören in jeden Haushalt. Ein Vorrat an Medikamenten, insbesondere lebenswichtige wie Insulin, sollte immer verfügbar sein.
 
Soweit die Prävention. Doch wie geht es weiter, wenn der Strom tatsächlich ausgefallen ist? Ganz generell gilt: Ruhe bewahren. Zu Beginn sollte der Sicherungskasten geprüft und – besonders wichtig – Herd, Bügeleisen und sämtliche elektronischen Gerätschaften vom Netz getrennt werden, um die Gefahr von Bränden zu minimieren. Kühlschränke sollten geschlossen bleiben, damit die Lebensmittel nicht sofort verderben. Wichtig: „Bitte keine Notrufe absetzen“, mahnt Drixler. Die Leitungen sollten für akute Notfälle frei bleiben. Wer dazu in der Lage ist, sollte geschwächten und älteren Menschen seine Hilfe anbieten.
 
Sollte ein Stromausfall tatsächlich länger dauern, können die acht Feuerwehrhäuser in der Stadt und den Ortsteilen zu Notfalltreffpunkten umfunktioniert werden. Sie verfügen alle sowohl über Notstromaggregate sowie Funkverbindungen und bleiben auch bei einem längeren Blackout betriebsbereit. Bürgerinnen und Bürger erhalten hier Schutz und Erste-Hilfe sowie aktuelle Informationen.
 
Neben der Eigenvorsorge und organisierter Hilfe durch die Feuerwehr ist auch eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe wichtig. Denn: „Sozialer Zusammenhalt ist ein wichtiger Faktor bei der Bewältigung von Krisen, besonders dann, wenn die Kapazität zur Eigenvorsorge nicht ausreicht“, betont Drixler abschließend.
 
Weitere Informationen finden sich online unter www.offenburg.de/stromausfall