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WERT-voll: Tag des offenen Denkmals in Offenburg

- 10.09.2025 - 

Der Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto "WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?". Das Motto unterstreicht die Wichtigkeit von Denkmälern und die Auseinandersetzung mit ihnen für unsere Gesellschaft. Der Salmen und das Museum im Ritterhaus bieten Gelegenheit, drei von Offenburgs Denkmälern kennenzulernen. 

"Denkmäler sind gebaute Geschichte, gelebte Erinnerung, heimat- und identitätsstiftend. Ohne sie würden bedeutende Zeitzeugnisse, jahrhundertealtes Wissen und meisterliche Handwerkskunst verloren gehen. Ohne sie würde unseren Städten, Dörfern und in unserem Leben etwas Wichtiges fehlen. Sie sind für uns alle unschätzbar wertvoll" schreibt die deutsche Stiftung Denkmalschutz treffend und stellt die gesellschaftliche Relevanz der Denkmäler in den Fokus.
 
Im Salmen ist der Eintritt an diesem Tag kostenfrei, ebenso die Führung zum Thema "Vom Wirtshaus zum Ort der Demokratie: Die Geschichte des Salmen" um 11:15 Uhr mit Marion Herrmann-Malecha.
Auch andere Orte in Offenburg laden zum Entdecken ein: Das Museum im Ritterhaus kann von 10-17 Uhr ebenfalls kostenlos besucht werden, genauso wie das unterirdische Baudenkmal, die Mikwe. Um 11, 13 und 15 Uhr bietet Dr. Valerie Schoenenberg die Führung „Von unschätzbarem WERT: das Baudenkmal Mikwe“ an. 
 
Die geführten Rundgänge beschäftigen sich mit dem jüdischen Ritualbad als Kulturdenkmal. Die Mikwe Offenburg ist nämlich ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Es liegt 14 Meter tief unter der Erde, da das für das Bad benötigte Grundwasser erst in dieser Tiefe angetroffen wurde. Dieser topographischen Besonderheit und der baulichen Anpassung daran ist es geschuldet, dass das Baudenkmal kaum Vergleiche findet. Nachdem es als Ritualbad nicht mehr in Gebrauch war, wurde das Bauwerk als Brunnen umgenutzt. Es hat Kriege und den großen Stadtbrand von 1689 überstanden und präsentiert sich heute noch in einem nahezu intakten, bauzeitlichen Zustand. Damit nimmt es unter den vorneuzeitlichen Mikwen eine herausragende Stellung ein. Die Führung zeigt neben bauhistorischen Besonderheiten auch den Wert als Zeugnis jüdischen Alltags-Lebens in Offenburg auf. Treffpunk ist vor dem Zugang zur Mikwe im Innenhof der Glaserstraße 8, erreichbar über die Bäckergasse.