Die Zusammenarbeit mit der städtischen Wärmeversorgung reicht einige Jahre zurück und begann 2017 mit der Abwärmelieferung aus der alten Burda-Druckerei in das Neubaugebiet Kronenwiese/Mühlbachareal. Seit 2023 erfolgt die Abwärmeeinspeisung ins Fernwärmenetz aus dem Burda-Druckzentrum am Güterbahnhof in der Oststadt. Nach Stilllegung der alten Druckerei an der Hauptstraße fiel bei Burda die Entscheidung, das alte Farbtanklager einem neuen, umweltfreundlichen Zweck zu überführen. So begann die Wärmeversorgung Offenburg (WVO) Ende 2023 zwischen Medienpark und Mediatower mit dem Umbau des alten Tanklagers in ein modernes Wärmepumpenkraftwerk, das seinen Strom aus erneuerbaren Energien (u.a. Windkraft) bezieht. Das Wärmepumpenkraftwerk kann untertägige Strompreisunterschiede ideal nutzen und so günstige, regenerative Wärme erzeugen, liefern oder zwischenspeichern. Im Zuge der Umbaumaßnahme konnten 2023/2024 nach einer Kinzig-Querung auf Höhe der Messe Offenburg auch die zwei bislang geteilten Fernwärmenetze der Stadt auf dem Burda-Gelände zu einem Netz zusammengeschlossen werden. „Ohne die Kooperation mit Burda wäre die erfolgreiche Entwicklung der Wärmeversorgung Offenburg nicht möglich gewesen“, betonten die WVO-Geschäftsführer Martin Wenz und Christian Linz bei ihrer Präsentation. „Das steht einmal mehr für die große Verbundenheit der Familie Burda mit der Stadt Offenburg“, sagt OB Marco Steffens.
Auch die Gebäude auf dem Burda-Campus wurden bereits an die Versorgungsleitungen des neuen Wärmepumpenkraftwerks angeschlossen. Ab 2026 soll eine neue Solarenergie-Anlage auf dem benachbarten Messegelände grünen Strom liefern, der über eine Direktleitung unter der Kinzig fließt. Mit 15.000.000 kWh Wärme liefert das Wärmepumpenkraftwerk über ein Drittel der gesamten Offenburger Fernwärmemenge.
Für das bis 2040 anvisierte Ziel, die Offenburger Innenstadt komplett mit regenerativ erzeugter Fernwärme zu versorgen, schätzt die WVO die Investitionssumme, Stand heute, auf rund 250 Millionen Euro.
Positive Entwicklung
„Ich beobachte die positive Stadtentwicklung mit großer Aufmerksamkeit und freue mich, dass wir hier am Standort, wo Burda seine Wurzeln hat, mit dieser zukunftsweisenden Kooperation unseren Beitrag leisten können“, sagt Hubert Burda.
Elisabeth Burda Furtwängler, die mit ihrem Bruder Jacob Burda das Unternehmen jetzt in vierter Generation führt, betont. „Es ist uns wichtig, dass wir als Unternehmen ressourcenschonend handeln. Ein tolles Ergebnis dieser Kooperation mit der WVO ist, dass die Abwärme aus dem Druckprozess nicht ungenutzt verpufft."








