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CANVAS22: grünes Licht für Nutzungskonzept

- 20.11.2025 - 

Programmkino

Alter Schlachthof gr Der Haupt- und Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 17. November das fortgeschriebene Nutzungskonzept für das Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum CANVAS22 im historischen Schlachthofgebäude zur Kenntnis genommen und empfiehlt dem Gemeinderat einstimmig, die Finanzierungsmittel freizugeben und ein Betriebskonzept zu erarbeiten.

Oberbürgermeister Marco Steffens bezeichnete das Projekt als „Nukleus" für das gesamte Canvas-plus-Quartier, das als gewerblich geprägtes Stadtviertel für kreative und innovative Unternehmen entwickelt werden soll. Mit dem bereits angesiedelten Gründerzentrum flow1986 entstehe ein Ort der Begegnung, an dem sich Wirtschaft, Kultur und Soziales miteinander verbinden. Wirtschaftsförderer Marco Butz betonte, dass CANVAS22 kein reines Kulturprojekt sei, sondern ein Ort, an dem auch wirtschaftliche Wertschöpfung generiert werde.

Die Fachbereichsleiterin Kultur, Carmen Lötsch, stellte die künftigen Nutzungsbereiche vor: Im Zentrum steht die 590 Quadratmeter große Halle als Begegnungsfläche für Nutzer*innen des gesamten Areals. Im nordöstlichen Teil des Gebäudes entstehe ein Programmkino mit zwei Sälen für jeweils 70 Personen. Hier sollen künstlerisch anspruchsvolle Filme gezeigt werden. Eine 365 Quadratmeter große, multifunktionale Veranstaltungsstätte ergänzt das städtische Bühnenangebot.

Für Gastronomie sind 340 Quadratmeter Innenfläche sowie zusätzliche Außenbereiche vorgesehen. Im südwestlichen Teil sollen Flächen für Unternehmen der Kreativwirtschaft zur Verfügung stehen. Der Verein Off.Kultur erhält 108 Quadratmeter für modulare Nutzungen. Ein 240 Quadratmeter großer Bereich soll als selbst organisiertes Jugendkulturzentrum eingerichtet werden. Im benachbarten LAB22 sollen 18 Arbeitsräume für Kreativschaffende entstehen. Durch die Wiederverwendung von Baumaterialien ("Re-Use") ist mit einer CO2-Einsparung von rund 200 Tonnen zu rechnen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 23,6 Millionen Euro, wovon 9,1 Millionen durch Zuschüsse finanziert werden. Der Beginn der Bauarbeiten ist für März 2027 vorgesehen, die endgültige Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2029.