Wir wissen es alle: Die wirtschaftliche Lage im Land ist schwierig. Offenburg geht’s insgesamt noch gut. Gilt das auch für Ihr Unternehmen?
Marco Geiler: Wir blicken auf eine sehr zufriedenstellende Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück. Seit dem Jahr 2020 ist es uns gelungen, unseren Umsatz nahezu zu verdoppeln. Zugleich ist die Belegschaft kontinuierlich gewachsen. Ein wesentlicher Treiber unserer positiven Unternehmensentwicklung sind die Energiewende und die damit verbundenen Investitionen in erneuerbare Energien.
Was macht den Standort Offenburg aus Ihrer Sicht attraktiv?
Geiler: Der Standort Offenburg ist für uns die Heimat von J. Schneider. Sympathische, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende aus der Region tragen maßgeblich zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei. Die strukturellen Rahmenbedingungen sind insgesamt gut; jedoch sehen wir einige Themen, die aus unserer Sicht verbesserungswürdig sind. Beispielsweise die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie überlastete Bundestraßen als Zufahrtmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter und Besucher.
Welche Pläne haben Sie für die kommenden Jahre? Wo sehen Sie Wachstumspotential?
Geiler: Wir werden unseren Kunden auch künftig innovative Produkte und höchste Verlässlichkeit bieten. Insbesondere in den Geschäftsbereichen Elektronik und Transformatorenbau werden wir von der Energiewende sowie der zunehmenden Elektrifizierung in Deutschland und Europa profitieren. Das heißt, wir setzen entschieden auf Wachstum und bereiten die organisatorischen Strukturen entsprechend vor. Vorrangig wird in der Fertigung der Personalstamm weiter ausgebaut. Dabei suchen wir nicht nur Fachkräfte, sondern auch Anlernkräfte. Wichtig hierbei ist uns eine hohe Leistungsbereitschaft, Integrationsfähigkeit sowie Freude an der Arbeit
Wollen Sie diese Pläne in Offenburg umsetzen?
Geiler: Ja, definitiv: Wir sind ein Offenburger Unternehmen und möchten dies bleiben. Allerdings sind Expansionsmöglichkeiten hier extrem begrenzt. Daher sind wir teilweise gezwungen im Umland attraktive Expansionsmöglichkeiten zu suchen. Hierbei öffnen wir uns einem begrenzten Expansionsradius rund um Offenburg – eine Maßnahme, die für uns derzeit realistisch betrachtet unvermeidbar erscheint, um potenzielle Wachstumschancen nicht ungenutzt zu lassen.








