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Behinderten-WC am Bahnhof für Menschen im Rollstuhl und mit Seheinschränkung nachgebessert

- 19.02.2026 - 

Den Bedürfnissen angepasst

Soziale Stadt ges Die Toilette für Menschen mit Behinderung am Bahnhof ist den Bedürfnissen angepasst worden: Auf Anregung der Mitglieder des Runden Tischs behindertenfreundliches Offenburg können Menschen im Rollstuhl und mit Sehbehinderung das WC jetzt besser nutzen.

Das stille Örtchen war beim Pressetermin frequentierter als sonst: (v.l.) Stefan Rendler, Swen Näger, Anita Diebold und Jule Marschner haben sich fürs Foto eingefunden.

Bereits Ende 2023 wurde die Toilette, die neben der Bahnhofsmission am Westeingang des Bahnhofs liegt, genauer unter die Lupe genommen. Und zwar von dem Personenkreis, für den das WC gebaut wurde – Menschen, bei denen aufgrund von körperlichen Einschränkungen besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Namentlich zu erwähnen sind Heinz Kuhn, Andreas Burgert, Stefan Rendler und Swen Näger vom Runden Tisch behindertenfreundliches Offenburg. Personelle Wechsel im zuständigen Fachbereich haben die Umsetzung ein wenig in die Länge gezogen.

Doch nun kann nicht nur die Behindertenbeauftragte des Kreises, Anita Diebold, erklären: "Was lange währt, wird endlich gut." So wurde das bestehende Schloss außen mit Keilschrift und Brailleschrift versehen; das Piktogramm mit dem Rollstuhlzeichen wurde zusätzlich angebracht – und auch die Notruf- und Spülknöpfe am linken und rechten Toilettenhaltegriff sind jetzt mit Keil- und Brailleschrift versehen. Wer einen Euroschlüssel besitzt (über das Bürgerbüro der Stadt Offenburg bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises kostenlos erhältlich), kann sich Zutritt zum stillen Örtchen verschaffen. Die Schiebetür bleibt ausreichend lange geöffnet, so dass Menschen im Rollstuhl genug Zeit haben, um in den Toilettenraum zu fahren. Für die städtische Sozialplanerin Jule Marschner ein Projekt, das zeige, dass der Stadt Behindertenfreundlichkeit am Herzen liegt: "Wir wollen alle mitnehmen." Es sei wichtig, den Blickwinkel der Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen – und das könnten die Betroffenen am besten selbst.