Potenzialanalyse von 2022 zeigt bereits: nur Sonderlandeplatz für neue Gewerbeflächen geeignet
"Einzige realistische Option"
Wo können in Offenburg und im Gebiet des Zweckverbandes hoch³ neue Gewerbeflächen entstehen? Dieser Frage ist die Stadtverwaltung bereits im Jahr 2022 in einer eigenen Gewerbeflächenpotenzialanalyse nachgegangen. Damals wie heute zeigte sich: Der Sonderlandeplatz ist die einzige geeignete Fläche, um dem Gewerbeflächenmangel zeitnah und nachhaltig entgegenzuwirken.
Für die Analyse wurden die gesamte Stadt und das GRO-Zweckverbandsgebiet auf mögliche Standorte überprüft. Zusätzlich zu den vier bereits im Flächennutzungsplan vorgesehenen Gewerbeflächen wurden 13 weitere Standorte ermittelt. Alle 17 Standorte wurden systematisch nach Kriterien wie Regionalplanung, Natur- und Umweltschutz, Verkehrsanbindung, Landwirtschaft, Nähe zu Wohngebieten und Eigentumsverhältnissen geprüft und miteinander verglichen. Acht der Flächen schafften es in die engere Wahl. Eine genauere Betrachtung zeigte: Die Fläche „GRO Offenburg" mit dem Sonderlandeplatz ist die einzige realistische Option, um Offenburger und Ortenauer Unternehmen zeitnah in ausreichendem Umfang und mit dem nötigen Spielraum für Grundstücksgrößen und -zuschnitte Erweiterungen und Optimierungen zu ermöglichen. Nur hier – so die Ergebnisse der Analyse – können unabhängig von der Mitwirkungsbereitschaft privater Eigentümer 20 Hektar Gewerbeflächen entwickelt werden. Drei der acht damals identifizierten Flächen waren bereits für Erweiterungen bestehender Unternehmen gebunden: So grenzen die Fläche „Hinter dem Büchert" in Elgersweier/Zunsweier und die „Erweiterung Tesa" in Bühl unmittelbar an die Werksgelände von Hansgrohe beziehungsweise Tesa. Die Tesa-Fläche befindet sich bereits im Eigentum des Unternehmens, welches dort mittlerweile Photovoltaikanlagen errichtet hat.
In privater Hand
Auch der Großteil der Fläche „Erweiterung Gewerbegebiet Rammersweier" wird in Kürze durch Hiwin für eine Werkserweiterung genutzt. Bei der Fläche „Schutterwälder Straße" handelt es sich um einen ehemaligen Baumarkt, eine Fläche der Deutschen Bahn und einen ehemaligen Hartplatz. Die Bahn hat mitgeteilt, das Grundstück für eigene Zwecke zu benötigen. Ein zusätzliches Hemmnis: Die Fläche grenzt an ein Wohngebiet und ist somit für produzierendes Gewerbe ungeeignet. Die Flächen „Im Krummen Acker" in Elgersweier (4,4 Hektar) und „Im Angeräckerle" in Waltersweier (5,8 Hektar) befinden sich in der Hand verschiedener Privatpersonen. Aufgrund ihrer begrenzten Größe eignen sie sich in erster Linie für Erweiterungen von Unternehmen, die in den angrenzenden Gewerbegebieten ansässig sind.
Auch die Fläche „GRO Hohberg/Hofweier" kann derzeit nicht entwickelt werden, da sie durch die Freihaltetrasse V3 des Südzubringers gequert wird. Zudem befinden sich große Teile der Flächen in privater Hand.







