"Wir als Stadt sorgen dafür, dass dieses Klinikum mit den bestmöglichen Rahmenbedingungen an den Start gehen kann", betonte Oberbürgermeister Marco Steffens in seinem Grußwort. Zuvor hatte Thorsten Erny die Bedeutung des Vorhabens für den gesamten Ortenaukreis unterstrichen. Für den Landrat handelt es sich um ein "Jahrhundertprojekt".
Das neue Klinikum wird rund 720 Betten nebst modernem Multi-User-Zentrum umfassen. Bis zu 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden hier jährlich zehntausende Patientinnen und Patienten versorgen. Auf rund 20 Hektar entsteht ein Klinik-Campus der Maximalversorgung.
Jetzt werden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Gebäude gut erreichbar ist, der Verkehr sicher geführt wird und die gesamte Infrastruktur zuverlässig funktioniert. Die Grundlage bildet die äußere Erschließung über die Englerstraße, die Eckener Straße und künftig auch die Lise-Meitner-Straße. Steffens hob hervor: "Dieses Projekt ist weit mehr als ein Bauvorhaben. Es stärkt Offenburg als leistungsfähiges Oberzentrum — als Gesundheitsstandort der Zukunft und als wichtigen Arbeitgeber." Wobei es nicht nur um Straßen gehe: "Wir schaffen hier Infrastruktur für die Zukunft. Neben Wasser, Strom und Telekommunikation spielt vor allem die Fernwärme eine zentrale Rolle." Die Leitungen werden gleich mitverlegt. So kann das Klinikum später zuverlässig und klimafreundlich mit Energie versorgt werden.
Arbeiten in Abschnitten
Der erste Bauabschnitt bezieht sich auf den neuen Kreisverkehr an der Eckener Straße mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr. Dabei wird bewusst in Abschnitten gebaut, damit der Verkehr weiterlaufen kann. Die Englerstraße bleibt während der Bauzeit befahrbar.
Mit den Infrastrukturmaßnahmen werden weitere Ziele verfolgt – so etwa die Trennung der Rettungsdiensteinfahrt vom normalen Besuchenden- und Mitarbeitendenverkehr. Das ermöglicht eine effiziente Anfahrt im Notfall. Außerdem wird die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Straßen gesteigert. Auch der öffentliche Raum soll eine Aufwertung erfahren: Die neuen Straßen sind großzügig geplant, sodass neue Baumquartiere angelegt werden können, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll deutlich verbessert werden. Langfristig wird mit engeren Taktzahlen gerechnet, wovon Pendler*innen und die angebundenen Unternehmen profitieren. Und der ICE-Halt am Bahnhof ist lediglich 1,7 Kilometer entfernt. Steffens weiter: "Wir bauen nicht nur ein Klinikum – wir gestalten ein Stück Stadt weiter und ein Stück Zukunft." Das geschehe gemeinsam mit der Bürgerschaft.
Der Dank des Rathauschefs galt allen Beteiligten – den Planerinnen und Planern, den ausführenden Unternehmen, den Versorgungsbetrieben, den Mitarbeitenden der Verwaltung – und den Anlieger*innen für ihr Verständnis.
Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau-Klinikums, ergänzte: "Wir arbeiten Hand in Hand." Die "kleine Stadt in der Stadt" werde gut, sicher und zuverlässig erreichbar sein.








