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Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes präsentieren sich im Haupt- und Bauausschuss

- 05.03.2026 - 

"Echt-Einsatz" beginnt ab 15. Juni

Sicherheit cl "Ableitung und Umsetzung weiterer Maßnahmen" – so lautete der unspektakuläre Titel einer Vorlage zum "Sicherheitsaudit 2024". Höhepunkt des Tagesordnungspunktes im Haupt- und Bauausschuss war aber nicht der eigentliche Sachstandsbericht, sondern die Vorstellung der Mitarbeitenden im neu geschaffenen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD).

Hoch motiviert präsentierten sich die Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) unter Leitung von Peter Kuhn (re.).

Die Truppe unter der Leitung von Peter Kuhn ist mittlerweile vollständig und besteht aus vier Frauen und zwei Männern, die allesamt nützliche Expertise mitbringen: als Feldjägerin der Bundeswehr oder mit Berufserfahrung beim KOD Kehl, im Gemeindevollzugsdienst, in der Stadtverwaltung und in der freien Wirtschaft. Vier Mitarbeitende sind für den Außendienst vorgesehen. Sie werden künftig öfters auf Offenburgs Straßen anzutreffen sein.

Alle Mitglieder des Dienstes präsentierten sich in guter Stimmung und hoch motiviert. Derzeit hospitieren die künftigen KODler*innen noch bei der Polizei. Unter anderem begleiten sie den Streifendienst. Erfahrung können sie auch in Freiburg sammeln. Mit dem dortigen KOD besteht eine enge Kooperation, berichtete Boris Klatt, der städtische Abteilungsleiter für Sicherheit und Ordnung.

Ausrüstung ist beschafft

Zur Ausbildung gehört auch ein dreimonatiger Lehrgang, der Mitte des Monats beginnt. Dort werden unter anderem die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz vermittelt und mögliche Situationen durchgespielt.

Der "Echt-Einsatz" beginnt ab 15. Juni. Ab dann ist der Ordnungsdienst in der Regel zwischen 10 Uhr morgens und 1 Uhr nachts unterwegs, im Bedarfsfall aber auch, so Boris Klatt, außerhalb dieser Zeiten. Die Mitarbeitenden müssen dann noch zwei weitere, jeweils einmonatige Lehrgänge absolvieren. Der Dauereinsatz beginnt ab Februar 2027.

Wie Klatt weiter berichtete, ist die persönliche Ausrüstung beschafft, die Arbeitsräume nahe dem Zentralen Omnibusbahnhof sind vertraglich gesichert. Der KOD wird über zwei Fahrzeuge verfügen, einen SUV und einen Van. Die Uniform des Ordnungsdienstes trägt den Schriftzug "Polizeibehörde".

Raum für Drogenkonsum

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen, die aus dem Sicherheitsaudit abgeleitet wurden. Unter anderem soll die Sinnhaftigkeit der Einrichtung eines Drogenkonsumraums geprüft werden. Einen Bericht dazu soll der Gemeinderat im kommenden Jahr erhalten.

Ein geschlossener Raum, so die Überlegung, soll einen Großteil des Konsums in einen geschützten Raum verlegen. Unter anderem können in solchen Räumen benutzte Spritzen gegen ungebrauchte getauscht werden. Diese Utensilien werden dann nicht in der Öffentlichkeit entsorgt und können somit keine Unbeteiligten gefährden.

Weiterhin soll die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept für den Videoschutz am Bahnhofsvorplatz zu entwickeln und bis November vorzulegen.