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Übernachtungssteuer: Haupt- und Bauausschuss berät am 23. März

- 12.03.2026 - 

Die Planungen zur Einführung einer Übernachtungssteuer in Offenburg nehmen konkrete Formen an. Der Haupt- und Bauausschuss befasst sich am 23. März erstmals mit einem von der Verwaltung erarbeiteten Satzungsentwurf. Dies geschah im Auftrag des Gemeinderats und geht zurück auf eine Initiative der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Offenburg (FWO) im Sommer 2025. Die Grundidee des Fraktionsantrags damals: Übernachtungsgäste über eine Gästepauschale an den Kosten der städtischen Infrastruktur zu beteiligen. 

Offenburg verzeichnet seit Jahren kontinuierlich steigende Übernachtungszahlen. 2024 stellte die Kinzigstadt mit 217.218 Übernachtungen abermals eine neue Bestmarke auf. Eine Übernachtungssteuer würde dafür sorgen, dass Tourist*innen und Geschäftsreisende, welche die städtische Infrastruktur während ihre Aufenthalts mitnutzen, auch anteilig an deren Finanzierung beteiligt werden.
Der von der Stadt erarbeitete Satzungsentwurf sieht eine pauschale Steuer von 3,50 Euro pro Übernachtung vor, erläutert Katharina Schubert, kommissarische Fachbereichsleiterin Finanzen der Stadt Offenburg. „Die pauschale Abrechnung ist für unsere Beherbergungsbetriebe die unbürokratischste Lösung.“ Kinder und Jugendliche sind laut Vorlage von der Erhebung ausgenommen. Die Kämmerin ergänzt: „Für die Beherbergungsbetriebe ist die Übernachtungssteuer ein durchlaufender Posten“, denn: „Steuerschuldner und zahlungspflichtig ist der Übernachtungsgast.“ Die Stadt rechnet im Falle einer Verabschiedung durch den Gemeinderat mit jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von einer halben Million Euro.
 
Hintergrund
Übernachtungs- und Bettensteuern sind bereits in zahlreichen Kommunen in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht worden. So existieren entsprechende Regelungen beispielsweise in Karlsruhe, Heidelberg und Freiburg. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart wurde Ende Februar eine entsprechende Satzung beschlossen. In der Ortenau haben die Nachbarkommunen Kehl und Neuried kürzlich die Einführung einer Bettensteuer auf den Weg gebracht.