Heizung: Der größte Hebel
In der Heizperiode bietet die Technik das höchste Einsparpotenzial. Veraltete Umwälzpumpen sind oft versteckte Stromfresser; ein Austausch gegen Hocheffizienzpumpen kann jährlich bis zu 190 Euro sparen. Zudem ist die Dämmung von Heizrohren im Keller gesetzlich vorgeschrieben und bringt eine Kostenersparnis. In den Wohnräumen gilt: Jedes Grad weniger senkt die Heizkosten um sechs Prozent. Während 20 Grad im Wohnzimmer als ausreichend gelten, genügen im Schlafzimmer 17 Grad. Programmierbare Thermostate helfen, die Wärme effizient zu steuern.
Klimaanlagen effizient nutzen
Klimaanlagen können im Sommer die Stromkosten schnell in die Höhe treiben. Hier hilft die „6-Grad-Regel“: Die Innentemperatur sollte maximal 6 Grad unter der Außentemperatur liegen. Um das Gerät zu entlasten, halten geschlossene Rollläden die Hitze von vornherein draußen. Während des Betriebs müssen Fenster und Türen unbedingt geschlossen bleiben. Regelmäßig gereinigte Filter sorgen zudem dafür, dass die Anlage effizient arbeitet.
Dämmung und Lüftung
Wärmeverluste durch undichte Fenster lassen sich mit Schaumdichtungsband minimieren. Beim Lüften ist die Stoßlüftung (fünf Minuten bei weit geöffnetem Fenster) der Dauerkippstellung vorzuziehen. Das verhindert das Auskühlen der Wände und reduziert den Energiebedarf um etwa fünf Prozent.
Haushalt und Wasser
Kleine Verhaltensänderungen summieren sich: Kochen mit geschlossenem Deckel reduziert den Energiebedarf. Der Wasserkocher ist effizienter als die Herdplatte, und der Toaster braucht zum Aufbacken 70 Prozent weniger Energie als der Backofen. Bei Kühlgeräten reichen 7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefrierfach völlig aus.
Beim Waschen genügen meist 30 Grad. Wer auf Vorwäsche und Trockner verzichtet, spart ebenso. Ein Wasserspar-Duschkopf reduziert die Kosten für Wasser und Erwärmung.
Strom und Licht
Der Wechsel auf LED-Beleuchtung amortisiert sich meist in kurzer Zeit und reduziert den Stromverbrauch dauerhaft. Auch das konsequente Ausschalten von Stand-by-Geräten per Steckdosenleiste führt zu einer spürbaren Entlastung der Stromrechnung.
Mobilität in Offenburg
Als fahrradfreundliche Stadt bietet Offenburg ideale Voraussetzungen, das Auto für Kurzstrecken stehen zu lassen. Bei unverzichtbaren Autofahrten senkt eine niedertourige Fahrweise den Verbrauch um bis zu ein Fünftel. Auch die Demontage ungenutzter Dachgepäckträger reduziert die Kosten deutlich.
Vorausschauende Planung
Langfristig lohnen sich Investitionen in Fassadendämmung oder Solarthermie, die bis zu 65 Prozent der Warmwasserkosten decken kann. Zur kurzfristigen Optimierung der Fixkosten bieten automatisierte Wechselhelfer für Strom und Gas eine unkomplizierte Möglichkeit, stets den günstigsten Tarif zu nutzen.
Weitere Infos
Kostenlose Beratungen
www.ortenauer-energieagentur.de/dienstleistungen/buergerinnen/basis-check/ oder www.stromspar-check.de, Ansprechpartner: Achim Appel








