Nummern der Stadtbuslinien künftig dreistellig
Die Stadtbuslinien werden künftig dreistellige Nummern erhalten. Aus "S 1" wird dann "501". Den Hintergrund der Maßnahme erläuterte Marco Pastorini von der Abteilung Verkehrsplanung in der Sitzung des Verkehrsausschusses.
Aus der Ausschussvorlage geht der historische Hintergrund für die derzeitige Benennung hervor. Die heute genutzte Bezeichnung der Buslinien als S-Linien hatte ihren Ursprung als Abkürzung für die Bezeichnung „Schlüsselbus“. Bei der Einführung des Stadtbusses 2017 wurde die Bezeichnung beibehalten.
Das "S" war aber auch Anlass für Verwirrung: Im deutschsprachigen Raum steht es in der Regel für S-Bahn, also ein schienengebundenes Verkehrsmittel. Dies soll vor allem bei auswärtigen Gästen zu Irritationen geführt haben.
Hinzu kommt: Im Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO) ist die Bezeichnung der Stadt- und Regionalbuslinien nicht einheitlich geregelt. Die Folge: ein unübersichtliches Linienangebot. Um Abhilfe zu schaffen, wurde gemeinsam mit dem Ortenaukreis ein Nummernschema entwickelt, das landkreisweit gilt und die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs insgesamt vereinfacht. Dabei sollen für Busverkehre grundsätzlich dreistellige Nummern als Liniennummern verwendet werden. Ein Nebeneffekt ist die deutliche Abgrenzung vom Schienenverkehr. Die Züge im Nahverkehr tragen grundsätzlich ein- und zweistellige Nummern. Beispiele sind RE 7 Karlsruhe-Basel oder RB 26 Offenburg-Freiburg.
Für den Busverkehr im Ortenaukreis gilt künftig: Die erste Ziffer entspricht der Tarifwabe, in der die Linie verkehrt. Die zweite und dritte Ziffer werden nochmals in Stadtbus- und Regionalbusblöcke unterteilt.
Für die Stadtbuslinien in Offenburg ist der Nummernblock 501 bis 520 reserviert, wobei 501 dann der heutigen S 1 entspricht. Das neue Schema stellt laut Vorlage bei einer kreisweiten Einführung eine große Vereinfachung für die Nutzer*innen dar. Wer im Ortenauer Tarifverbund auf unterschiedlichen Stadt- und Regionalbuslinien unterwegs ist, kann sich auf ein quasi selbsterklärendes Liniensystem verlassen. Die Systematik wird deutschlandweit bereits von zahlreichen Verkehrsverbünden angewandt. Im Stadtbusverkehr könnte dies mit Beginn der neuen Ausschreibungsperiode ab 1. November 2027 der Fall sein. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat, die Verwaltung mit einer europaweiten Ausschreibung zu beauftragen, die zeitnah beginnen soll.







