Die Ausgleichsflächen müssen sich im räumlichen Umfeld des Eingriffsbereichs befinden und zeitlich vor Beginn des Eingriffs ihre ökologische Funktion erfüllen. Die neuen Eidechsenlebensräume sollen in der bestehenden städtischen Grünfläche im Bereich des Gartenquartiers (Grünzug Rheinstraße) zwischen der Maria-und-Georg-Dietrich-Straße und der Okenstraße realisiert werden.
Die dort bereits angelegten artenreichen Blumenwiesen bietet eine ideale Grundlage für die Herstellung eines hochwertigen Eidechsenlebensraums. Die vorhandene Bepflanzung soll durch gezielte landschaftsbauliche Maßnahmen für die Eidechsen aufgewertet werden.
Auf den Flächen werden in Randbereichen der Grünfläche punktuell folgende Habitatstrukturen als Versteckmöglichkeiten und Sonnenplätzen sowie geeignete Bereiche zur Überwinterung für die Eidechsen hergestellt.
Gabionen
Es werden mehrere Gabionen errichtet. Diese sollen zirka 50 Zentimeter in das Erdreich eingebunden und zirka 50 Zentimeter aus der Erde herausragen und werden mit Natursteinen, grobem Schotter sowie Holzstücken und Reisig befüllt. Die befüllten Drahtkörbe dienen den Eidechsen als Versteckmöglichkeit, Sonnenplatz sowie zur Überwinterung.
Holzstämme, Äste und Reisigbündel
Ergänzend zu den Gabionen werde an einigen Stellen Holzstämme, Äste und Reisigbündel ausgelegt die ebenfalls als Versteckmöglichkeit und Sonnenplatz von den Eidechsen genutzt werden.
Sandig-kiesige Bereiche
Im Bereich der Gabionen und Reisigbündel werden sandig-kiesige Bereiche angelegt. Diese dienen den Eidechsen als Eiablageplätze.
Es ist außerdem vorgesehen, mittels Informationstafeln vor Ort auf die Ausgleichsflächen hinzuweisen und zu informieren.
Ergänzend zur Herstellung der Ersatzhabitate werden auf den Baugrundstücken, zum Beispiel für den neuen Zentraelen Omnibusbahnhof (ZOB), weitere Vermeidungsmaßnahmen wie die Vergrämung der Eidechsen oder die Aufstellung von Reptilienschutzzäunen umgesetzt.
Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen wird sichergestellt, dass die lokale Mauereidechsenpopulation durch die geplanten Baumaßnahmen nicht erheblich beeinträchtigt wird. Die Maßnahmen werden im Rahmen einer Umweltbaubegleitung durch ein Fachbüro betreut.
Für Rückfragen und weitere Informationen:
Abteilung Stadtplanung und Stadtgestaltung, E-Mail: Julian.sieferle@offenburg.de, Telefon 0781/82-2768.










