Mitte September hat sich der Offenburger Aufsichtsrat der LGS mit OB Marco Steffens, Baubürgermeister Oliver Martini und Jutta Herrmann-Burkart an der Spitze auf den Weg nach Rottweil gemacht, um sich vor Ort zu informieren. Nach einem Impulsvortrag der Rottweiler LGS-Geschäftsführerin Ines Gaehn wurde das gesamte Gelände in Augenschein genommen. Die Landesgartenschau in Rottweil bildet acht Themenschwerpunkte: So soll zum Beispiel der Obere Stadtgraben am Rande der historischen Innenstadt zur parkartigen Erholungsfläche weiterentwickelt werden. Ein Aufzug mit parallel-laufender Treppe wird im Bereich der Hochbrücke die Innenstadt und den Stadtgraben barrierefrei zusammenführen – und die neue LGS-Brücke am Fuße der Stadtmauer verbindet die Innenstadt mit beiden Seiten des Neckars und überwindet dabei Bahngleise und Fluss. Zentrales Projekt ist die Renaturierung des Neckars am Schwarzen Felsen bis zur Schindelbrücke. Mit einem Volumen von über sieben Millionen Euro wird hier durch das Regierungspräsidium Freiburg ein naturnaher Flussraum geschaffen – vorrangig finanziert mit Landesmitteln. Jahrzehntelang war der Neckar wesentlich zum Zweck von Energiegewinnung angestaut und gewinnt nun seine natürliche Flussdynamik zurück. Angelegt wird ein neuer Panoramaweg, der sich oberhalb der Streuobstwiesen entlang des Neckars erstreckt und dabei unvergleichliche Blicke auf die Stadtsilhouette Rottweils bietet. Schmale Wege durch die Neckaraue und eine Furt vernetzen beide Uferseiten und erschließen diesen neuen Naherholungsbereich. Eine bereits bestehende Unterführung wird ertüchtigt, ein brachliegendes Gelände von Altlasten befreit.
Wachsender Zuspruch
Am Anfang habe es viele Bedenken gegeben, blickte der Rottweiler Rathauschef Christian Ruf zurück. Könne das Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden? Viel Information habe für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Und nicht zuletzt die konkrete Umsetzung lasse den Zuspruch wachsen. Rufs Mantra: "Wir machen das nicht für die Landesgartenschau, sondern wir können das wegen der Landesgartenschau machen."
Jutta Herrmann-Burkart freut sich daher auf die Dammrückverlegung der Kinzig, mit der Mitte nächsten Jahres begonnen wird. Dann werde auch in Offenburg aus den Plänen Wirklichkeit, dann sehe man etwas: "Und dann wird der Funke überspringen, davon bin ich überzeugt."












