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Ein Jahr Corporate Influencer*innen: 13 städtische Mitarbeitende berichten auf LinkedIn

- 08.01.2026 - 

Unsichtbares sichtbar machen

Vor gut einem Jahr, im November 2024, startete die Stadt Offenburg ihr Corporate-Influencer-Programm – ein innovativer Ansatz, um Einblicke in den Arbeitsalltag der Verwaltung zu geben und die Stadt als moderne Arbeitgeberin sichtbarer zu machen. Was damals mit 14 motivierten Mitarbeitenden und mehreren vorbereitenden Schulungsmodulen begann, hat sich inzwischen fest etabliert und zeigt spürbare Wirkung.

V.l. hintere Reihe: Laura Vinciguerra, Simone Niedick, Simone Appel, Fabian Fallert, Jean-Christophe Gay, Wolfram Reinhard. Vordere Reihe: Thekla Fey, Martin Maldener, David Lehmann, Raphael Lehmann.Foto: Stadt Offenburg
Heute sind 13 Mitarbeitende aus unterschiedlichsten Fachbereichen aktiv dabei – vom Friedhofswesen über Sozialarbeit, Mobilität und Radverkehr bis hin zu Winterdienst der Technischen Betriebe Offenburg (TBO), Personal & Organisation, Baumschutz sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sechs Männer und sieben Frauen berichten unter dem Hashtag #UnsichtbaresSichtbarMachen regelmäßig über ihre Arbeit und ihre Erlebnisse in der Stadtverwaltung.
 
Dass das Programm angenommen wird, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des vergangenen Jahres: Insgesamt 355 Posts haben die Corporate Influencer*innen veröffentlicht – durchschnittlich 6,8 Beiträge pro Woche. Gemeinsam erreichen sie inzwischen 17.528 Follower*innen, die den Blick hinter die Kulissen der Verwaltung interessiert verfolgen. Dabei geht es längst nicht nur um die Darstellung beruflicher Themen. Die Beiträge berichten von Baumpatenschaften, dem Sommerferienprogramm der TBO, städtischen Veranstaltungen, skurrilen Radwegen, dem Abschiednehmen auf den Friedhöfen, den Benefits für Mitarbeitende oder dem Christopher Street Day. Immer wieder mischen sich persönliche Eindrücke darunter – eine Kombination, die die Accounts besonders authentisch macht.
 
Christine Koch (www.linkedin.com/in/die-christine-koch/), HR Business Partner der Stadt Offenburg, erkannte schon beim Start des Programms das Potenzial, vor allem für den Bereich Recruiting: "LinkedIn ermöglicht es, gezielt potenzielle Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen und die Stadt als attraktive Arbeitgeberin zu präsentieren. Viele Menschen wissen nicht, wie umfangreich die Möglichkeiten in einer Stadtverwaltung sind – allein in Offenburg gibt es 83 verschiedene Berufsbilder."
 
Dass diese Vielfalt dank der Corporate Influencer*innen heute deutlicher wahrgenommen wird, bestätigt auch Ines Werrn (www.linkedin.com/in/ines-werrn/) aus dem Fachbereich Personal und Organisation. Seit dem Start sei die Außenwirkung messbar gestiegen, und andere Organisationen im öffentlichen Dienst reagierten positiv auf die Offenburger Aktivitäten. Leitlinien für die Erstellung der Beiträge helfen dabei, die Inhalte im Einklang mit den Werten der Stadt zu halten, ohne die Authentizität einzuschränken – denn genau diese ist Kern des Erfolgs.
 
Für David Lehmann (www.linkedin.com/in/david-lehmann-fh/), Mitarbeitender der Friedhofsverwaltung der TBO, bedeutet die Arbeit als Corporate Influencer vor allem behutsame Öffentlichkeitsarbeit: „Ich kann meinen Arbeitsalltag sensibel sichtbar machen und so einen Einblick in eine Aufgabe geben, die viele Menschen nur in besonderen Lebensmomenten wahrnehmen.“
 
Besonders wertvoll ist der Austausch, der durch das Programm entstanden ist – intern wie extern. So konnte etwa Martin Maldener, Mobilitätsmanager Radverkehr, wertvolles Fachwissen zum Thema Radverkehr aus anderen Kommunen aufnehmen, Wolfram Reinhard, städtischer Baumbeauftragter, nützliche Impulse rund um das Thema Stadtbäume gewinnen, während Thekla Fey über LinkedIn neue Kontakte im Bereich Sozialarbeit knüpfte. Dieser Wissensgewinn, kombiniert mit der offenen und nahbaren Darstellung der Arbeit in der Verwaltung, macht das Programm für alle Beteiligten zu einem echten Gewinn.
 
Simone Appel, Fachbereichsleitung Personal und Organisation, zieht ein positives Fazit nach dem ersten Jahr Corporate Influencer: „Es war viel Arbeit, das Programm aufzubauen – aber es hat sich wirklich gelohnt. Uns war wichtig, sichtbar zu machen, was unsere Mitarbeitenden – die Spurenhinterlasserinnen und -hinterlasser – tagtäglich für die Stadt und die Bürgerschaft leisten. Über das Netzwerk LinkedIn wird deutlich, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne in ihrem/seinem Aufgabenbereich leistet.“
 

Neue Wege gehen

 
Mit dem Corporate-Influencer-Programm geht die Stadt Offenburg weiterhin neue Wege in der Kommunikation. Das erste Jahr hat gezeigt, dass authentische Einblicke nicht nur das Bild des öffentlichen Dienstes modernisieren, sondern auch Menschen erreichen können, die bislang vielleicht nie darüber nachgedacht hätten, in einer Verwaltung zu arbeiten.
 
Auch im zweiten Jahr werden die Corporate Influencer*innen Einblicke in ihre Arbeit geben – echt, spontan und mitten aus dem Offenburger Stadtleben.