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Entwicklung des Bahnhofbereichs

Im Jahr 1844 erreichte die Eisenbahn von Norden her kommend Offenburg. Das damals nach Plänen des Architekten Friedrich Eisenlohr errichtete Bahnhofs-Empfangsgebäude besteht auch heute noch, auch wenn es Anfang des 20. Jahrhunderts erheblich erweitert und umgebaut wurde. Heute ist Offenburg ICE-Halt und wichtiger Umsteigeknoten im Schienenverkehr.


In den vergangen Jahren konnten durch die Stadt Offenburg und die Deutsche Bahn im Bahnhofsbereich verschiedene Verbesserungen durchgeführt werden, so die Neuregelung des Straßenverkehrs und der Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) und der Bau von Aufzügen zu den Bahnsteigen. Zuletzt konnte die südliche Bahnsteigunterführung bis auf die Ostseite der Gleisanlagen verlängert und der neue Bahnhofs-Ostzugang eröffnet werden.


Trotz dieser Maßnahmen weist die Situation im Bahnhofsbereich noch städtebauliche Defizite auf.


Die im Zusammenhang mit dem Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs vorgesehene, den Ostrand des ZOB fassende städtische Bebauung wurde durch den dortigen Grundstückseigentümer bisher noch nicht errichtet.


Das Bahnhofsgebäude selbst ist untergenutzt und würde durch eine Renovierung gewinnen. Die Schalterhalle liegt für die Nutzer ungünstig abseits der Bahnsteigzugänge. Wenn sich in den Stoßzeiten Fußgänger- und Kraftfahrzeugverkehr vor dem Zugang zu den Bahnsteigen überschneiden, kommt es zu Wartezeiten. Das Parkplatzangebot ist nicht ausreichend.


Durch örtliche Architekten und Investoren wurden in den vergangenen Jahren mehrere Vorschläge für die weitere städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich gemacht. Zur Überprüfung und Weiterentwicklung dieser Vorschläge hat die Stadt Offenburg im Jahr 2005 eine städtebauliche Mehrfachbeauftragung durchgeführt.


Die für die Mehrfachbeauftragung gebildete Bewertungskommission traf verschiedene Empfehlungen, auf die aufbauend zwei Lösungen weiter bearbeitet wurden. Auf dieser Grundlage beschloss der Gemeinderat im Jahr 2006, das durch das Architekturbüro Lehmann aus Offenburg entwickelte städtebauliche Konzept weiter zu verfolgen.


Mit dieser Planung als Grundlage führte im Jahr 2007 die Bahntochter DB Station & Service als Eigentümer des Bahnhofsgebäudes mit intensiver Unterstützung durch die Stadt eine europaweite Investorenausschreibung durch. Leider konnte als Ergebnis der Investorenausschreibung kein Interessent gefunden werden, der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für die DB Station & Service akzeptabel gewesen wäre.


Die vorliegenden Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofsbereichs und besseren Nutzung des Bahnhofsgebäudes konnten daher bis jetzt nicht umgesetzt werden.


Laufende Gespräche zwischen Stadt und Bahn dienen dazu, neue Lösungsmöglichkeiten für die weitere Entwicklung des Bahnhofsbereichs zu finden.

 
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