Wie Bürgermeister Hans-Peter Kopp eingangs betonte, handelte es sich bei diesem Tagesordnungspunkt ausschließlich um die Darstellung des Prozesses, nicht um eine inhaltliche Wertung. So wird am Dienstag, 23. Februar 2027, der Historiker Wolfram Pyta im Salmen einen Vortrag halten und Fragen zur Person Hindenburgs beantworten. Sein Werk "Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler" gilt inzwischen als Standardwerk und ist die erste umfassende Biografie des Reichstagspräsidenten.
Im März wird im Salmen eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung stattfinden. Hier können sich alle Interessierten über die Folgen einer eventuellen Umbenennung beraten lassen. Bereits geklärt ist, dass die Stadt Offenburg auf die Gebühren für die Umschreibung von Ausweispapieren verzichten wird. Lediglich für die Ummeldung der Kraftfahrzeuge würde beim Landratsamt eine Gebühr fällig (derzeit 17 Euro).
Eigene Vorschläge
Im Kulturausschuss am 7. Juli 2027 soll das Thema beraten und eine Empfehlung für den Gemeinderat beschlossen werden, der dazu am 26. Juli tagen wird. Nach der Grundsatzentscheidung über die Umbenennung solle es im Herbst 2027 gegebenenfalls eine öffentliche Veranstaltung zu den Namensvorschlägen geben, die bis dahin vorliegen. Wie vom Gemeinderat beauftragt, unterbreitet die Verwaltung zwei eigene Vorschläge. Selbstverständlich, so Kopp, könnten die Mitglieder des Kulturausschusses und des Gemeinderats eigene Vorschläge in die Diskussion einbringen. Die Verwaltung favorisiert eine Benennung nach Fritz Bauer, der als Generalstaatsanwalt an den Frankfurter Auschwitzprozessen maßgeblich beteiligt war. Ein zweiter Vorschlag bezieht sich auf die in der Hindenburgstraße befindliche Einrichtung: "Landgerichtstraße".










