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Kaum noch Spielraum

- 06.02.2026 - 

Zwei Gutachten bestätigen Gewerbeflächenmangel in Offenburg

Am 8. März stimmen die Offenburger*innen darüber ab, ob auf dem Areal des Sonderlandeplatzes ein Gewerbegebiet entstehen soll. Eine zentrale Grundlage für eine informierte Entscheidung bildet der Zwischenbericht der Gewerbeflächenpotenzialanalyse, welche die Bürogemeinschaft Sippel und Buff im Auftrag der Stadt erstellt hat. Was sagt die Studie aus?

 
Untersucht wurden alle acht bestehenden Industrie- und Gewerbegebiete in Offenburg. Das Ergebnis: Die Flächenreserven sind weitgehend erschöpft. So sind von den 39 erfassten Baulücken bereits 24 für konkrete Vorhaben reserviert oder mit Bauanträgen belegt. Was bleibt, sind 15 Baulücken mit zusammen 6,2 Hektar Fläche, verteilt auf sechs verschiedene Gebiete. Das Gutachten ordnet ein: Diese Flächen eignen sich aufgrund ihrer Größe meist nur für kleinere Unternehmen oder Erweiterungen. Im städtischen Eigentum steht hingegen nur noch ein einziges freies Grundstück zur Verfügung: eine Fläche von rund 5.700 Quadratmetern auf dem Schlachthofquartier. Diese kommt wegen der angrenzenden Wohnbebauung allerdings nur für Büros und Ähnliches in Frage.
 
Nachverdichtung schwierig
 
Die Analyse hat auch aufgezeigt, ob sich durch Nachverdichtung zusätzliche Flächen gewinnen lassen könnten. Hier konnten 54 verschiedene Grundstücke mit insgesamt 29,7 Hektar an Flächen identifiziert werden. Nur eines davon befindet sich in städtischem Eigentum. Die meisten der Flächen (22,9 Hektar) werden derzeit als Parkplätze genutzt und stehen kurz- und mittelfristig nicht zur Verfügung. Und selbst langfristig wäre nur ein Teil aktivierbar. Zusätzlich hat die Untersuchung einen Blick auf möglicherweise unter- und fehlgenutzte Flächen geworfen. Von den identifizierten Grundstücken befindet sich ebenfalls nur eines in städtischer Hand.
 
Zweite Studie
 
Auch eine Studie des Verbands Region Südlicher Oberrhein kommt zu dem Ergebnis, dass es in Offenburg an Gewerbeflächen mangelt. So wurden in bestehenden Gewerbegebieten insgesamt 13 Baulücken und Innenpotenziale in privater und städtischer Hand mit insgesamt 7,3 Hektar Fläche ermittelt. Und: Ein Teil ist bereits für Unternehmen reserviert. Insgesamt hat die Analyse des Verbands weniger Potenziale entdeckt als die städtische Untersuchung. Die Analyse stellt außerdem dar, dass im Offenburger Flächennutzungsplan insgesamt 48 Hektar bisher unbebaute Freiflächen im Außenbereich für eine gewerbliche Nutzung ausgewiesen sind. Hierbei handelt es sich vor allem um die Flächen auf und um den Sonderlandeplatz.