„Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts steht das Kind“, erklärt Rektor Thomas Würthle. Lehrkräfte agieren an einer GMS als Lernbegleiter*innen, die individuelle Lernwege vorbereiten und in Coaching-Gesprächen unterstützen. Flexibel nutzbare Lernräume und vielfältige Aufgabenformate entsprechen den unterschiedlichen Lerntypen. Von Ruhebereichen über Partnerarbeit bis zu digitalen Angeboten wie Erklärvideos findet jedes Kind die passende Lernform. Lernen erfolgt dabei immer im Dialog – Austausch und Reflexion gehören fest dazu.
An drei Nachmittagen findet Ganztagsbetrieb statt. Ein weiterer Nachmittag dient den Lernbegleiter*innen als „Kooperationszeit“ für Schul- und Unterrichtsentwicklung, neue Lernstrategien und Absprachen zu allen drei Niveaustufen. "Diese Niveaus – grundlegend (G), mittleres (M) und erweitertes (E) – können die Schülerinnen und Schüler für jedes Thema individuell wählen", erklärt die erste Konrektorin Heike Joggerst. Die Entscheidung über den angestrebten Schulabschluss falle mit Eltern und Lernbegleitenden am Ende der Klasse 8.
Die Schule versteht sich als gemeinschaftlicher Lernort, an dem Kinder aus rund 30 Nationen miteinander leben und lernen. Zwei Vorbereitungsklassen (VKL) unterstützen Kinder ohne deutsche Herkunftssprache beim Ankommen. Partizipation spielt eine große Rolle: Schulversammlungen, eine aktive SMV und gemeinsame Projekte – etwa die Einführung einer „handyfreien Zone“ – fördern demokratische Mitgestaltung.
Zusätzliche Förderung
Als Startchancen-Schule erhält die Eichendorff-Gemein-schaftsschule zusätzliche Mittel, um Lern- und Entwicklungsangebote gezielt auszubauen. An der Eichendorff-Schule fließen diese Mittel unter anderem in kulturelle Aktivitäten, musikalische Angebote sowie außerschulische Lernorte wie Naturprojekte. Ziel ist es, die Lernvoraussetzungen zu stärken und den Schüler*innen Impulse über den Unterricht hinaus zu geben. Zugehörigkeit spüren, Kompetenz und Selbstwirksamkeit erfahren, das sind Voraussetzungen für Lernen.
Zusätzlich trägt die Schule das BoriS-Siegel, eine landesweite Auszeichnung für besonders gelungene Berufsorientierung. Die Eichendorff-Schule bietet hierzu ein breites Spektrum an Maßnahmen – etwa eine eigene Berufsinfomesse. Betriebserkundungen, Praktika und individuelle Beratungsgespräche begleiten beim Übergang in Ausbildung oder auf weiterführende Schulen.
So präsentiert sich die Eichendorff-Gemeinschaftsschule heute als moderner, offener Lernort, der Vielfalt lebt und Kindern individuelle Wege ermöglicht – ein starkes Zeichen für Bildung in Offenburg.








