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Hitze und Trockenheit machen auch den Stadtbäumen zu schaffen

- 22.10.2026 - 

Ein Jahr der Extreme

Baumpflege ges 333 Bäume neu gepflanzt – und viel mehr Geld für den Baumerhalt ausgegeben: Beim vierten Stadtbauminfoabend in der Mensa des SFZ am Mühlbach konnte der städtische Baumexperte Wolfram Reinhart mit einigen Steigerungen aufwarten. Fest steht bereits im Oktober: "Dieses Jahr war ein Extremjahr für uns alle."

Jungbäume erhalten eine Extraportion Wasser, wie hier im Zwingerpark.

Hitze und Trockenheit sorgten für außergewöhnliche Bedingungen. Die Folgen werden sich erst in den kommenden Jahren zeigen: "Davor graust es uns", gibt Reinhart unumwunden zu. Das Hitzejahr 2026 haben die städtischen Bäume (rund 21.500 sind im Baumkataster ausgewiesen, etwa 500 mehr als im Jahr zuvor) ganz gut überstanden.

Gefällt beziehungsweise entnommen werden mussten 417 Bäume (2025: 403). Davon gehören in die Kategorie Wildaufwuchs 67 (43) – dabei handelt es sich um Bäume, die nicht gezielt gepflanzt wurden und oft Probleme für die Verkehrssicherheit darstellen. 197 (196) zählen zum "flächigen Bestand": Pflanzen werden entnommen, um den verbleibenden Bäumen mehr Standraum zu beschaffen und somit den vorhandenen Bestand zu stärken. Die verbleibenden 153 mussten wegen Krankheiten, Trockenheit, Sturmschäden und Absterbe-Symptomen gefällt werden.

Die Kosten für Baumpflege und Baumpflanzungen wachsen seit Jahren kontinuierlich. Lagen sie vor 2025 unter 500.000 Euro, knackten sie 2025 die 2,5 Millionen-Euro-Marke. Für dieses Jahr wird eine weitere deutliche Steigerung erwartet. Das Geld wird für Revitalisierungsmaßnamen und baumfachliche Baubegleitung in die Hand genommen. Und vor allem für Baumpflanzungen: Im Jahr 2026 konnten bislang 333 neue Bäume gepflanzt werden, 40 mehr als im Jahr zuvor. Wann immer möglich, wird an Ort und Stelle nachgepflanzt. Es wurden zudem neue Baumreihen angelegt, zum Beispiel entlang des Fuß- und Radwegs Richtung Fessenbach. Vier Maßnahmen werden insgesamt mit rund einer Million Euro an KFW-Fördermitteln für Baumpflanzungen unterstützt.

Auf Nachfrage hat Torsten Bähr, Abteilungsleiter Baumschau bei den Technischen Betrieben, die Sperrung der Zugangsstraße zum Großen Deich begründet: Aufgrund der Trockenheit häuften sich Grünastbrüche bei den Pappeln. Um die Bruchgefahr zu reduzieren, müssen die Bäume gestutzt werden.

 
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