Direkt zum Hauptinhalt springen

Städtische Sammlung mit Alleinstellungsmerkmal/10.000 Euro pro Jahr für Ankäufe zur Verfügung

- 22.10.2026 - 

Regionale Kunst auf der Palette

Kultur ges Warum hat die Stadt eine eigene Kunstsammlung? Wie Kulturchefin Carmen Lötsch in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses unterstrich, gehe es darum, die Zeitgeschichte auch auf dem Gebiet der Kunst abzubilden und die Entwicklung der bildenden Kunst in Offenburg und in der Region aufzuzeigen. Das Gremium war sich einig: Die Sammlung soll dauerhaft gesichert werden.

Die städtischen Depots sind gut gefüllt.

Und zwar im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen: Die Werkphase von 1945 und 1999 soll in der Sammlung adäquat abgebildet und für die Zukunft gesichert werden. Die dafür notwendigen Maßnahmen bereitet die Verwaltung vor. Private Initiativen zur Sicherung von Künstler*innen-Nachlässen werden ausdrücklich begrüßt. Eine Zusammenarbeit wird positiv gesehen.

Zeitgenössische Werke seit dem Jahr 2000 sollen weiterhin im Blickfeld der Abteilung Bildende Kunst sein. Dafür sollen auch weiterhin gezielte Ankäufe erfolgen. Abteilungsleiterin Bildende Kunst, Patricia Potrykus, ging auf Nachfrage auf das Budget ein: 10.000 Euro stehen pro Jahr für Ankäufe zur Verfügung. Dabei liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf Ortenauer Künstler*innen. Hierhin wird ein Alleinstellungsmerkmal der Sammlung gesehen. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren nur wenige Ankäufe getätigt, da in den Depots akuter Platzmangel herrscht und konservatorisch eher schwierige Bedingungen vorliegen. Seit 1894 sammelt die Stadt Offenburg Werke der Bildenden Kunst. Im Laufe der Jahre ist so eine Sammlung mit mehr als 2000 Werken entstanden. Darüber hinaus betreut die Abteilung die rund 3400 Werke aus der Sammlung Gretel Haas-Gerber, die der Kulturstiftung Offenburg im Rahmen einer Unterstiftung gehören. Ein Charakteristikum der Kunstsammlung ist ihr Bezug zu den traditionellen Medien Malerei, Bildhauerei und Graphik. Figuration und Abstraktion sind gleichermaßen vertreten.

Kunst von Frauen

Der Anteil von Werken männlicher und weiblicher Kunstschaffender in der Sammlung beträgt derzeit etwa 80 zu 20. Im Rahmen künftiger Ankäufe, auch bei der Annahme von Schenkungen, soll angestrebt werden, den Anteil von Werken regionaler Künstlerinnen schrittweise zu erhöhen. Ziel ist es , das künstlerische Schaffen der Frauen in der Ortenau angemessen sichtbar zu machen und eine ausgewogenere Repräsentation in der Sammlung zu fördern.

Und wie soll mit Nachlässen umgegangen werden? Es sei nicht primäre Aufgabe der Stadt, sich um einen ganzen Nachlass zu kümmern, so Potrykus. Den Kunstschaffenden werde empfohlen, sich mit privaten Initiativen in Verbindung zu setzen. Bei wichtigen Künstler*innen wird dazu geraten, sich auf Schlüsselwerke zu verständigen.

 
KOWO - kommunales Wohnbauförderprogramm